Zugbegleiterin kämpft gegen wachsende Gewalt bei der Deutschen Bahn

Amelie Franke
Amelie Franke
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit einer Gruppe von Menschen in Helmen, die darum herumstehen, Strommasten, Bäume, Gebäude und einen klaren Himmel im Hintergrund.Amelie Franke

Zugbegleiterin kämpft gegen wachsende Gewalt bei der Deutschen Bahn

Eine langjährige Zugbegleiterin aus Saerbeck spricht über die zunehmenden Bedrohungen und Angriffe auf Bahn de-Mitarbeiter

Mandy Brune, die seit 1997 bei der Deutschen Bahn arbeitet, setzt sich nun im Rahmen einer breiteren Initiative für besseren Schutz und mehr Arbeitssicherheit ein. Ihre Forderungen kommen angesichts wachsender Besorgnis über Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland.

Brune hat im Laufe der Jahre verbale Beleidigungen, Drohungen und sogar körperliche Einschüchterungen erlebt – oft ohne dass Fahrgäste eingriffen, wenn sie angegriffen wurde. Diese Erfahrungen veranlassten sie, sich der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" anzuschließen, die auf die Gefahren aufmerksam macht, denen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind.

Die Initiative setzt auf auffällige Aktionen an Bahnhöfen wie Münster, wo Plakate mit Sprüchen wie "Ich bringe Sie sicher ans Ziel. Und Sie spucken mir ins Gesicht." zu sehen sind. Brune ist überzeugt, dass sich langsam etwas verändert: Immer mehr Fahrgäste stellen sich mittlerweile auf ihre Seite, wenn es zu Konflikten kommt.

Unterdessen fordert Neithard von Böhlen, Landesvorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, strengere Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem Doppelte Besetzungen in Zügen, Körperkameras für Mitarbeiter sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Bahn de-Bedienstete. Hintergrund sind Berichte über 204 Angriffe auf Bahnmitarbeiter allein in Hessen im Jahr 2023 – bundesweite Zahlen liegen jedoch nicht vor.

Brunes Engagement zeigt, wie groß die Risiken für Beschäftigte im Verkehrssektor nach wie vor sind. Während die Gewerkschaften auf konkrete Sicherheitsreformen drängen, gibt es erste Zeichen der Solidarität seitens der Fahrgäste. Doch die Forderungen nach Körperkameras, doppelter Besetzung und rechtlichem Schutz bleiben bestehen – denn die Vorfälle im Schienennetz reißen nicht ab.

AKTUALISIERUNG

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  • Alle kundenorientierten Mitarbeiter erhalten Bodycams ab 2026.
  • Es sind 50 Millionen Euro für die Aufwertung der Stationsicherheit, einschließlich CCTV und Reinigung, vorgesehen.
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