Vodafone verliert Millionen TV-Kunden – doch die Mieteinnahmen retten die Bilanz
Die Dinge sehen bei Vodafone besser aus - Vodafone verliert Millionen TV-Kunden – doch die Mieteinnahmen retten die Bilanz
Vodafone Deutschland verzeichnet deutlichen Rückgang bei TV-Kunden nach Abschaffung des Nebenkostenprivilegs – doch das Unternehmen bleibt zuversichtlich
Nach der Abschaffung des Nebenkostenprivilegs hat Vodafone Deutschland einen spürbaren Rückgang bei den TV-Kunden hinnehmen müssen, doch das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft. Konzernchef Marcel de Groot zeigte sich trotz sinkender Festnetz-Internet-Nutzerzahlen und Stagnation bei den Mobilfunkvertragskunden überzeugt von der Nachhaltigkeit des Unternehmens.
Die Zahl der TV-Kunden bei Vodafone Deutschland ist nach dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs auf rund neun Millionen eingebrochen, nachdem das Unternehmen Millionen von Abonnements verloren hatte. Im jüngsten Quartal gelang es jedoch, 62.000 TV-Kunden zurückzugewinnen. Gleichzeitig stagniert die Zahl der Mobilfunkvertragskunden, während die Nutzerzahlen im Festnetz-Internet rückläufig sind. Trotz dieser Rückschläge stieg der Umsatz mit Dienstleistungen im Sommerquartal um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro – und beendete damit eine Serie von sechs Quartalen mit sinkenden Erträgen. Treiber dieses Wachstums sind vor allem Mieteinnahmen von Mobilfunkkunden des Konkurrenten 1&1, die das Netz von Vodafone nutzen. Über 11 Millionen 1&1-Kunden greifen in Gebieten ohne eigene Infrastruktur des Anbieters auf das Vodafone-Netz zurück. Zudem hat Vodafone Deutschland mehrere Unternehmen als Mobilfunkkunden gewonnen, die zuvor bei 1&1 waren, und rechnet mit weiteren Zuwächsen, da einige 1&1-Kunden, die bisher über das Netz von O2 verbunden waren, nun zu Vodafone wechseln. Durch diese nationale Roaming-Regelung dürften die Mieteinnahmen des Unternehmens in den kommenden Monaten weiter steigen.
Vodafone-Deutschland-Chef Marcel de Groot bleibt zuversichtlich, was den Wachstumskurs des Unternehmens angeht, und betont dessen Nachhaltigkeit. Trotz des Verlusts von Millionen TV-Kunden und der Stagnation in anderen Bereichen verzeichnete der Dienstleistungsumsatz einen leichten Anstieg – vor allem dank der Mieteinnahmen durch 1&1-Mobilfunkkunden, die das Vodafone-Netz nutzen. Mit der zunehmenden Migration von 1&1-Kunden auf die Vodafone-Infrastruktur werden die Mieteinnahmen voraussichtlich weiter steigen und so zum Gesamtwachstum des Unternehmens beitragen.
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