Evonik-Aktie stürzt ab: Drei Großbanken zerpflücken das schwache Quartal des Chemiekonzerns
Evonik-Aktie stürzt ab: Drei Großbanken zerpflücken das schwache Quartal des Chemiekonzerns
Evonik Industries durchlebt ein schwieriges Quartal – drei Großbanken üben scharfe Kritik auf die Evonik-Aktie
Evonik Industries steht nach einem enttäuschenden dritten Quartal 2025 unter Druck: Gleich drei führende Investmentbanken äußerten sich an einem einzigen Tag negativ über den Konzern. Schwache Nachfrage führte zu einem deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA). Besonders betroffen ist der Methionin-Markt, ein zentrales Geschäftsfeld des Unternehmens, das unter massivem Preisdruck durch verstärkten Wettbewerb leidet. Die Evonik-Aktie stürzte am Dienstag auf ein Rekordtief von 13,55 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Verlust von rund 19 %.
Auch das Effizienzprogramm "Evonik Tailor Made", das die Geschäftsprozesse straffen und Kosten senken soll, steht in der Kritik von Experten. Trotz der Maßnahmen bestätigten die Quartalszahlen eine zuvor bereits nach unten korrigierte Prognose. Kundenseitig zeigt sich in nahezu allen Absatzmärkten Zurückhaltung. Mit der Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen ist erst im Frühjahr 2026 zu rechnen.
Analysten warnen zudem vor tiefgreifenden strukturellen Problemen in der gesamten Chemieindustrie. Branchenweite Überkapazitäten belasten die Margen, und eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Goldman Sachs, Jefferies und Citigroup bewerteten die Evonik-Aktie am selben Tag einheitlich negativ.
Bis zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen im Frühjahr 2026 wird die Aktienperformance von Evonik maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage und Anzeichen einer Nachfrageerholung in der Chemiebranche abhängen. Das Unternehmen steht vor einer herausfordernden Phase – mit strukturellen Herausforderungen und hartem Wettbewerb im Methionin-Geschäft.
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