Bauprojekt in Moers spaltet Anwohner: Verkehrschaos oder Fortschritt?

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Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, Fußgängern, einer Brücke, Verkehrsampeln, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Admin User

Bauprojekt in Moers spaltet Anwohner: Verkehrschaos oder Fortschritt?

Ein geplantes Wohnbauprojekt in Moers hat unter Anwohnern für Aufsehen gesorgt. Das Vorhaben der IMMOBILIEN Moers GmbH sieht neun neue Wohneinheiten in der Nähe des Josef-Peil-Wegs vor – einer ruhigen, verkehrsberuhigten 'Spielstraße'. Anwohner befürchten eine Zunahme des Verkehrsaufkommens und argumentieren, dass die schmale Straße weder Baustellenfahrzeuge noch künftige Bewohner verkraften könne.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine im August 2025 erteilte Baugenehmigung. Die Verwaltung gab grünes Licht für die Pläne, noch bevor eine Bürgerpetition offiziell beraten werden konnte. Die Anwohner behaupten, die Genehmigung hätte niemals erteilt werden dürfen, da der Josef-Peil-Weg bereits 2006 als ungeeignet für zusätzliche Bebauung eingestuft worden war – unter anderem wegen seiner begrenzten Kapazitäten.

Der Zugang zum Baugebiet soll über den Elbinger Ring und den Josef-Peil-Weg erfolgen, der derzeit in einer Sackgasse endet. Lokale Initiativen warnen, dass der schwere Baustellenverkehr den friedlichen Charakter des Viertels stören werde. Zudem wirft die Bürgerinitiative der Verwaltung vor, ein Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts aus dem Jahr 2024 falsch dargestellt zu haben. Dieses hatte lediglich Einsprüche von direkten Anwohnern geprüft. Die Gruppe argumentiert, ein nie formal festgelegter Grünstreifen hätte das Projekt rechtlich blockieren können. Sollte der Rat die Genehmigung zurücknehmen, könnte der Bauherr die Entscheidung gerichtlich anfechten.

Der Fall ist zu einer Machtprobe in Moers geworden, bei der Anwohner infrage stellen, ob der Rat oder die Verwaltung das letzte Wort hat. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt wird am 22. Januar 2026 über die Petition abstimmen. Klaus Müller, Geschäftsführer der IMMOBILIEN Moers GmbH, hat sich öffentlich noch nicht zum Konflikt geäußert, obwohl lokale Medien wie die Rheinische Post über die anhaltenden Spannungen berichten.

Das Ergebnis der Januar-Abstimmung wird entscheiden, ob der Bau wie geplant voranschreitet oder mit weiteren rechtlichen Hürden konfrontiert wird. Bleibt die Genehmigung bestehen, rechnen die Anwohner mit mehr Verkehr und dem Verlust der ruhigen, familienfreundlichen Atmosphäre der Straße. Eine Rücknahme könnte hingegen einen kostspieligen Rechtsstreit mit dem Bauherren auslösen.

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