Falsche Grafik zu Migration und Sexualstraftaten: Was die Statistik wirklich zeigt
Falsche Grafik zu Migration und Sexualstraftaten: Was die Statistik wirklich zeigt
Eine irreführende Grafik, die von rechtsextremen Politikern und einem österreichischen Desinformationsportal verbreitet wurde, taucht 2024 wieder auf – mit der Behauptung, Migranten seien für den Anstieg sexueller Straftaten in Deutschland verantwortlich. Die Darstellung, die bereits 2023 verwendet wurde, stammt ursprünglich aus einem T-Online-Artikel, der auf offiziellen Polizeidaten basiert. Doch die Statistiken erzählen eine andere Geschichte.
Die Grafik wurde von den AfD-Abgeordneten Maximilian Krah und Maximilian Kneller sowie lokalen Parteivertretern und Florian Machl, dem Chefredakteur des umstrittenen Portals Report24, beworben. Sie suggerierten, dass die Migration seit 2015 zu einem Anstieg von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung geführt habe.
Die fraglichen Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die vom Bundeskriminalamt (BKA) erhoben wird. Sie zeigen, dass der Großteil der Tatverdächtigen in diesen Delikten die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Zudem geht aus den Zahlen hervor, dass männliche Tatverdächtige die weiblichen jedes Jahr deutlich überwiegen.
Der Anstieg der gemeldeten Fälle seit 2015 steht nicht im Zusammenhang mit Migration, sondern hat andere Ursachen. Ein deutlicher Sprung zwischen 2020 und 2021 war vor allem auf Ermittlungen wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kindesmissbrauchsabbildungen zurückzuführen – insbesondere in Verbindung mit Hinweisen des US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children sowie Gerichtsverfahren in Lüdge, Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommt, dass eine Reform des Sexualstrafrechts 2016 den Tatbestand sexueller Übergriffe erweiterte, strengere Strafen einführte und neue Deliktsformen wie sexuelle Belästigung und gruppenbezogene Straftaten aufnahm.
Die PKS-Daten unterscheiden nicht nach Migrationshintergrund, sondern nur nach deutscher und nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. Daher lassen sich Aussagen darüber, dass Geflüchtete oder Migranten für den Anstieg verantwortlich seien, mit den vorliegenden Zahlen nicht belegen. Dennoch wird die Grafik immer wieder genutzt, um migrationsfeindliche Stimmungen zu schüren.
Mitte Oktober räumte Bundeskanzler Friedrich Merz zwar ein "Problem" mit Migration in städtischen Gebieten ein. Doch die Statistiken liefern keine Belege für einen Zusammenhang zwischen Migration und dem Anstieg sexueller Straftaten. Vielmehr spiegelt der Anstieg weiter gefasste gesetzliche Änderungen und eine Zunahme spezifischer Delikte wider – etwa die Verbreitung illegalen pornografischen Materials.
Die von AfD-Politikern und Report24 verbreitete Grafik stützt sich auf eine selektive Auslegung der Polizeidaten. Die offiziellen Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Tatverdächtigen in Sexualdelikten deutsche Staatsbürger sind und dass der Anstieg der Fälle auf Rechtsreformen und gezielte Ermittlungen zurückgeht. Ohne detaillierte Aufschlüsselung nach Migrationsstatus bleiben Behauptungen, Geflüchtete trügen die Hauptverantwortung, unbelegt.
Die Debatte dauert an, doch die Statistiken unterstreichen, wie wichtig eine präzise Berichterstattung über Kriminalitätsentwicklungen in Deutschland ist.
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