Ascheberg führt Sozialkarte für Asylsuchende ein – doch Münster blockt
Ascheberg führt Sozialkarte für Asylsuchende ein – doch Münster blockt
Ascheberg treibt ein neues System zur kindergeld auszahlung von Leistungen an Asylsuchende voran. Statt Bargeld erhalten sie künftig eine vorbelastete Karte, auf die ihre monatlichen staatlichen Zahlungen geladen werden. Der Schritt erfolgt trotz Widerstand einiger benachbarter Kommunen, darunter Münster, das sich weigert, das Modell einzuführen.
Die sogenannte Sozialkarte wird flächendeckend im Kreis Coesfeld eingeführt, wobei Ascheberg eine Vorreiterrolle einnimmt. Bis März 2026 sollen alle Geflüchteten in der Region die Karte nutzen, und auch benachbarte Städte bereiten sich auf die Übernahme des Systems vor. Die Karte funktioniert wie eine Visa-Debitkarte und ermöglicht Zahlungen überall dort, wo solche Karten akzeptiert werden.
Für die Karteninhaber gelten jedoch strenge Limits bei Bargeldabhebungen – maximal 50 Euro pro Monat. Die Behörden argumentieren, das System erleichtere die Kontrolle der Ausgaben und verhindere, dass Gelder ins Ausland transferiert werden. Befürworter betonen zudem, es reduziere den bürokratischen Aufwand und beschleunige die kindergeld auszahlung der Leistungen. Dennoch ist die Umsetzung in Nordrhein-Westfalen uneinheitlich: Nur jede dritte Kommune plant die Einführung der Karte, und bis Anfang 2026 hat – abgesehen von Ascheberg – keine Stadt in der Region das System vollständig umgesetzt. Münster lehnt das Modell sogar kategorisch ab und verweist auf Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität und der Auswirkungen auf Asylsuchende.
Das Prepaid-Kartensystem soll in Ascheberg bereits in den kommenden Monaten zum Standard für Geflüchtete werden. Es ersetzt Barzahlungen und gibt den lokalen Behörden gleichzeitig mehr Kontrolle über die Verwendung der Mittel. Doch der Ansatz bleibt umstritten – viele Kommunen halten sich weiterhin zurück.
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