Solingens erster hauptamtlicher Oberbürgermeister: Ulrich Uibels historischer Sieg 1997
Elias KochSolingens erster hauptamtlicher Oberbürgermeister: Ulrich Uibels historischer Sieg 1997
Eine Änderung der Kommunalverordnung führte dazu, dass Solingen 1997 seinen ersten hauptamtlichen Oberbürgermeister wählte. Ulrich Uibel von der SPD setzte sich nach einer knappen Abstimmung durch. Seine Wahl markierte den Beginn einer neuen Ära für die Stadt.
Die Reform des nordrhein-westfälischen Kommunalrechts im Jahr 1994 hatte die Position eines hauptamtlichen Oberbürgermeisters in Solingen eingeführt. Damit wurden die bisherigen Ämter des Oberbürgermeisters und des Stadtdirektors zusammengelegt. Am 5. Juni 1997 trat Ulrich Uibel zu dieser neu geschaffenen Wahl an.
Die Abstimmung ging in eine zweite Runde, in der Uibel mit 30 gegen 28 Stimmen einen knappen Sieg errang. Er trat sein Amt offiziell am 26. Juni 1997 an, drei Wochen nach der Wahl. Parallel dazu ernannte der Rat drei ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister: Gerd Kaimer (SPD), Bernd Krebs (CDU) und Julia Freiwald (Bündnis 90/Die Grünen).
Uibels Amtszeit endete 1999, als er die Kommunalwahlen gegen Franz Haug von der CDU verlor. Haug wurde Solingens erster direkt gewählter hauptamtlicher Oberbürgermeister und blieb bis 2009 im Amt. Auch nach seinem Ausscheiden blieb Uibel im öffentlichen Gedächtnis präsent – viele erinnerten sich an seine Verdienste. 2020, ein Jahr nach seinem Tod, ehrte ihn die Stadt posthum mit dem Ehrenring.
Ulrich Uibels Wahl 1997 setzte einen Präzedenzfall für die kommunale Führung Solingens. Seine zwar kurze Amtszeit fiel in eine Phase des Wandels für die Stadtverwaltung. Die posthum verliehene Auszeichnung 2020 würdigte seinen nachhaltigen Einfluss auf Solingen.






