Polen verschärft Visaregeln – Einreise wird für Ausländer deutlich schwerer
Felix HoffmannPolen verschärft Visaregeln – Einreise wird für Ausländer deutlich schwerer
Polen hat seine Visapolitik deutlich verschärft, um Missbrauch zu verhindern und die Einreise von Ausländern stärker an wirtschaftliche und akademische Kriterien zu knüpfen. Die Änderungen folgen auf eine anfängliche Öffnung des Arbeitsmarktes für ukrainische Flüchtlinge nach dem russischen Angriff im Jahr 2022. Die Zahl der ausgestellten Arbeitsvisa ist stark gesunken. Lag sie im ersten Quartal 2022 noch bei 122.000, so wurden bis Anfang 2026 nur noch 38.000 erteilt. Damit hat sich die Zahl in vier Jahren fast verachtfacht verringert.
Auch bei Studentenvisa gibt es einen deutlichen Rückgang. Die ausgestellten Visa sanken von fast 31.000 auf etwa 12.000 in den letzten vier Jahren, was einem Rückgang von mehr als 60 Prozent entspricht.
Die neuen Regelungen sehen vor, dass Visa nur noch für echte akademische Zwecke erteilt werden. Zudem hängen Arbeitserlaubnisse nun stärker von wirtschaftlichen Vorteilen und verschärften Sicherheitsprüfungen ab. Die Gesamtzahl der ausgestellten Visa bleibt damit deutlich niedriger als in den Vorjahren. Die strengere Visapolitik führt dazu, dass deutlich weniger Ausländer zum Arbeiten oder Studieren nach Polen einreisen können. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das System vor Missbrauch zu schützen und die Einwanderung gezielter zu steuern.






