Mexiko-Stadt transformiert sein historisches Zentrum durch Umsiedlung von Straßenhändlern
Elias KochMexiko-Stadt transformiert sein historisches Zentrum durch Umsiedlung von Straßenhändlern
Mexiko-Stadt setzt seit Oktober 2020 eine umfassende Umstrukturierungsstrategie für das historische Zentrum um. Ziel ist es, Straßenhändler schrittweise umzusiedeln und gleichzeitig reguläre Verkaufsflächen zu schaffen, um Ordnung und Unterstützung zu vereinen. Die Maßnahmen sollen sowohl die Stadtgestaltung verbessern als auch den Händlern langfristige Perspektiven bieten Die ersten Pläne zur Neugestaltung wurden bereits im Oktober 2020 vorgestellt. Seither wurden 26 Straßen im historischen Zentrum von Straßenhändlern geräumt, wobei insgesamt rund 6.000 Händler umgesiedelt wurden. Prominente Standorte wie die Alameda Central und die Avenida Juárez bleiben davon bisher jedoch unberührt.
In den kommenden Wochen soll die Aktion weiter voranschreiten: Mindestens 3.000 zusätzliche Händler werden dann neue Verkaufsplätze erhalten. Die Stadt plant, ungenutzte U-Bahn-Bereiche sowie Brachflächen für die Umsiedlungen zu nutzen und gleichzeitig neue Plätze zu schaffen. Parallel dazu wurden Vereinbarungen mit Händlerverbänden getroffen, die eine Erneuerung der Lizenzen ermöglichen – allerdings nur unter der Bedingung, dass die Händler öffentliche Durchgangsstraßen verlassen.
Die Regierung betont, dass es nicht um eine vollständige Vertreibung geht, sondern um eine geordnete Integration. Bis Ende des Jahres wird mit einer deutlichen Reduzierung der Straßenhändler im historischen Zentrum gerechnet, während gleichzeitig reguläre Verkaufsflächen ausgebaut werden Die Umstrukturierung in Mexiko-Stadt zeigt erste Erfolge, bleibt aber ein langfristiger Prozess. Durch die Kombination aus Umsiedlungen, neuen Verkaufsflächen und Kooperationen mit Händlerverbänden soll ein Gleichgewicht zwischen Stadtentwicklung und wirtschaftlicher Existenzsicherung geschaffen werden. Bis Jahresende werden weitere Fortschritte erwartet.
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