23 May 2026, 12:34

Coparmex lehnt Kürzung des Schuljahres in Mexiko ab – und warnt vor fatalen Folgen

Coparmex kritisiert Kürzung des Schuljahres; warnt, dass die Maßnahme den Bildungsrückstand vertieft

Coparmex lehnt Kürzung des Schuljahres in Mexiko ab – und warnt vor fatalen Folgen

Mexikos Arbeitgeberverband Coparmex hat sich gegen Regierungspläne ausgesprochen, das Schuljahr zu verkürzen. Die Organisation warnt, dass weniger Unterrichtszeit den Schülern schade und für berufstätige Eltern zusätzliche Probleme schaffen werde. Stattdessen schlägt sie alternative Maßnahmen vor, die Kinder vor extremer Hitze schützen, ohne die Bildung zu opfern.

Coparmex bezeichnet die Entscheidung, das Schuljahr vorzeitig zu beenden, als inakzeptabel. Der Verband weist darauf hin, dass bisher keine offiziellen Richtlinien für die Änderungen des Schulkalenders veröffentlicht wurden – was rechtliche Bedenken aufwirft. Zudem betont die Organisation, dass laut Daten des Statistikinstituts INEGI bereits 19,4 Prozent der mexikanischen Bevölkerung unter Bildungsdefiziten leiden.

Der Verband unterstreicht, dass Mexikos schlechte Platzierungen in internationalen Bildungsrankings weitere Kürzungen der Schulzeit besonders problematisch machen. Bei der PISA-Studie 2022 belegte das Land Platz 35 von 37 OECD-Staaten. Coparmex besteht darauf, dass der Lernerfolg nicht durch administrativ begründete Entscheidungen ohne klare Rechtfertigung beeinträchtigt werden dürfe.

Statt einer landesweiten Reduzierung der Schultage schlägt die Organisation regionale Lösungen vor. Dazu gehören angepasste Stundenpläne, um die heißesten Tageszeiten zu meiden, sowie Investitionen in eine bessere schulische Infrastruktur. Solche Maßnahmen, so das Argument, würden die Risiken durch Hitzewellen mindern, ohne die Bildung der Kinder zu gefährden oder berufstätige Eltern – insbesondere Mütter – zusätzlich zu belasten.

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Ein verkürztes Schuljahr könnte bestehende Bildungsungleichheiten verschärfen und logistische Herausforderungen für Beschäftigte schaffen, die Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen müssen. Coparmex setzt sich weiterhin für gezielte Maßnahmen ein, die Schüler vor Extremtemperaturen schützen, ohne Schulen zu schließen. Im Mittelpunkt steht für den Verband, dass bildungspolitische Änderungen den Lernerfolg nicht untergraben dürfen.

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