Drei Männer wegen Millionenbetrugs in internationalem Cyberkriminalitäts-Netzwerk verurteilt
Felix HoffmannDrei Männer wegen Millionenbetrugs in internationalem Cyberkriminalitäts-Netzwerk verurteilt
Ein US-Bundesgericht hat drei Männer wegen ihrer Rolle in einem internationalen Cyberkriminalitäts- und Geldwäschenetzwerk verurteilt. Die Gruppe um Oluwafemi Michael Awoyemi, Aruan Drake und Peter Reed hatte weltweit über 1.000 Opfer um mehr als 215 Millionen US-Dollar betrogen.
Die Täter nutzten gehackte E-Mail-Konten, um gefälschte Zahlungsanforderungen zu verschicken und so Gelder auf Scheinkonten umzuleiten. Neben Betrug wurden zwei der Angeklagten zusätzlich wegen Geldwäscheverschwörung verurteilt. Das kriminelle Netzwerk drang systematisch in E-Mail-Accounts von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen ein. Durch manipulierte Zahlungsaufforderungen leiteten sie Gelder auf gefälschte Konten um. In einem besonders schweren Fall verlor ein einziges Unternehmen auf diese Weise rund 2,7 Millionen US-Dollar.
Die Opfer des Betrugs verteilten sich auf 47 US-Bundesstaaten sowie 19 Länder, darunter Kanada, Deutschland, Italien, Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Etwa 50 Millionen US-Dollar der erbeuteten Summe wurden über eine Devisenwechselstube im Großraum Chicago abgewickelt.
Awoyemi, Drake und Reed wurden der drahtgebundenen Betrugsverschwörung für schuldig befunden. Mit den aktuellen Verurteilungen steigt die Zahl der verurteilten Mitglieder dieser kriminellen Vereinigung auf insgesamt 25 Personen. Die Urteile markieren einen weiteren Schritt im Kampf gegen organisierte Cyberkriminalität. Die Ermittlungen zeigten, wie international vernetzt und professionell solche Betrugsmaschen ablaufen. Die Behörden arbeiten weiterhin an der Aufklärung weiterer Strukturen des Netzwerks.






