Braunschweig plant autofreies Kreativquartier am Großen Hof für 60 Millionen Euro
Amelie FrankeBraunschweig plant autofreies Kreativquartier am Großen Hof für 60 Millionen Euro
Die Stadtverwaltung von Braunschweig will den Großen Hof grundlegend verändern. Das bisher von Brachflächen, geschlossenen Schulen und Parkplätzen geprägte Viertel soll zu einem lebendigen, autofreien Quartier mit Wohnraum, Kultur und Grünflächen umgestaltet werden.
Das 60-Millionen-Euro-Projekt setzt auf ein preisgekröntes Konzept eines Hamburger Architekturbüros und könnte zum Vorbild für weitere Stadterneuerungen werden. Aktuell dominiert eine triste Brache das Bild des Großen Hofs. Zwei geschlossene Schulen und ausgedehnte Parkplatzflächen prägen das Viertel am Rande der Braunschweiger Innenstadt. Die Stadt sieht hier dringenden Handlungsbedarf und plant, das Gebiet als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen.
Geplant ist ein autoreduziertes Kreativquartier mit Wohngebäuden, einer Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers und kreative Unternehmen. Ergänzt wird das Angebot durch soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum. Ziel ist es, die bisher ungenutzten Flächen in attraktive öffentliche Räume mit neuem Wohnraum und aufgewerteten Grünanlagen zu verwandeln.
Die Finanzierung steht bereits teilweise: Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit und beantragt zusätzliche Fördermittel über das Bundes- und Landesprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Gelingt die Umgestaltung, könnte der Große Hof zum Modell für weitere Stadterneuerungsprojekte in Braunschweig werden. Mit autofreien Zonen, Kulturstätten und modernem Wohnraum soll das Viertel nicht nur aufgewertet, sondern auch nachhaltig belebt werden.






