07 May 2026, 19:02

39 mexikanische Stipendiaten im UK ohne Geld nach Streit zwischen IPN und Stiftung

Plakat, das die Stornierung von Schülerdarlehen für diejenigen ankündigt, die im nächsten Monat in den Plan zur Rückzahlung von Schülerdarlehen aufgenommen werden.

39 mexikanische Stipendiaten im UK ohne Geld nach Streit zwischen IPN und Stiftung

Ein erbitterter Streit zwischen Mexikos Nationalem Polytechnischem Institut (IPN) und der Polytechnischen Stiftung hat 39 mexikanische Stipendiaten im Vereinigten Königreich ohne finanzielle Mittel zurückgelassen. Seit März 2026 erhalten sie keine Stipendien mehr für Miete und Lebenshaltungskosten, was sie in eine prekäre finanzielle Lage stürzt. Der Konflikt, der bereits 2025 begann, hat sich mittlerweile zu juristischen Auseinandersetzungen ausgeweitet und die Beziehungen zwischen den beiden Institutionen zerrüttet.

Die Krise hat ihren Ursprung in einem langwierigen Machtkampf zwischen dem IPN und seinem ehemaligen Partner, der Polytechnischen Stiftung. Im Dezember 2025 reichte die Stiftung sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Klagen gegen den IPN-Generaldirektor Arturo Reyes Sandoval ein. Die Vorwürfe umfassen Untreue, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch. Zudem wirft die Stiftung Reyes Sandoval vor, einen illegalen Machtübernahmeversuch unternommen und Gelder veruntreut zu haben, die eigentlich für studentische Stipendien bestimmt waren.

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Bis zum 11. Juli 2025 hatte das IPN offiziell alle Verbindungen zur Stiftung abgebrochen. Die Trennung wurde am 20. April 2026 förmlich bekannt gegeben, was die finanzielle Unsicherheit der im Ausland studierenden Studenten weiter verschärfte. Betroffen ist unter anderem Mónica Calderón, eine 28-jährige Bioingenieurwissenschafts-Doktorandin an der Queen Mary University of London. Ihr Stipendium wurde am 23. März 2026 eingestellt, sodass sie ohne Unterstützung dasteht.

Die Studierenden, die monatlich auf etwa 880 Pfund für Lebenshaltungskosten plus 40 Pfund für Transport angewiesen sind, sehen sich nun mit existenziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Dieser Betrag liegt weit unter der Hälfte dessen, was britische Behörden internationalen Studierenden in London als Mindestbedarf empfehlen. Verschärft wird ihre Notlage durch die britischen Einwanderungsbestimmungen, die es ihnen verbieten, in Vollzeit zu arbeiten, um ihre Ausgaben zu decken.

Am 30. April 2026 gab Reyes Sandoval bekannt, ein virtuelles Treffen mit Vertretern der Queen Mary University abgehalten zu haben. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Suche nach alternativen Finanzierungslösungen für die in der Klemme sitzenden Studierenden. Bisher konnte jedoch keine sofortige Lösung gefunden werden.

Die 39 Studierenden befinden sich weiterhin in einer ausweglosen Situation: Sie können weder ihre Miete zahlen noch grundlegende Bedürfnisse decken, während die juristischen Auseinandersetzungen andauern. Ohne Stipendien seit März und mit begrenzten Arbeitsmöglichkeiten wird ihre Lage zunehmend dramatischer. Ihr Schicksal hängt nun davon ab, ob es dem IPN, der Stiftung oder britischen Institutionen gelingt, neue Finanzquellen zu erschließen oder den Konflikt beizulegen.

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