29 June 2026, 14:30

Berlin will das ICC zur neuen Kult-Ikone machen – doch die Kosten explodieren

Das ICC in Berlin: Vom Kulturprojekt zur teuren Ruine oder prestigeträchtigem Neubau?

Berlin will das ICC zur neuen Kult-Ikone machen – doch die Kosten explodieren

Berlin plant, das seit 2014 leerstehende und verfallende Internationale Kongresszentrum (ICC) in eine kulturelle Ikone zu verwandeln. Die ehemalige regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey kündigte im Januar 2023 an, daraus ein 'modernes Centre Pompidou für Berlin' zu machen. Um diese Vision umzusetzen, wurden Entwickler aufgefordert, Konzepte für die Sanierung des ICC einzureichen. Sowohl etablierte Unternehmen als auch alternative Projektteams beteiligten sich am Ideenwettbewerb, dessen Ergebnisse am Mittwoch präsentiert wurden. Die geplanten Sanierungskosten sind dabei von ursprünglich 200 Millionen Euro auf über 400 Millionen Euro gestiegen.

Im Rahmen der Neugestaltung sind zudem zwei Hochhaushotels mit Investitionskosten von je 150 bis 200 Millionen Euro vorgesehen. Falls das Vorhaben gelingt, könnten renommierte Kultureinrichtungen wie die Berliner Philharmoniker, die Zentral- und Landesbibliothek und die Technische Universität in das ICC einziehen. Einige Projektentwickler fordern jedoch zusätzliche staatliche Zuschüsse, um die Finanzierung der Sanierung zu sichern.

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Kritiker, darunter die Berliner Grünen, werfen dem Senat vor, die Angelegenheit verschleppt zu haben. Sie zweifeln an der Umsetzbarkeit des gesamten Plans. Die Pläne für das ICC zeigen das Potenzial, das in dem historischen Gebäude steckt. Gleichzeitig stellen die stark gestiegenen Kosten und die Forderungen nach weiteren Fördermitteln eine Herausforderung für die Umsetzung dar.

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