01 May 2026, 08:21

Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen für Familien zu Hunderten von Dollar monatlich kosten kann.

Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen

Eltern in Willich sehen sich mit möglichen Gebührenerhöhungen für Kinderbetreuungsleistungen konfrontiert – und die Wut darüber wächst. Die Stadt prüft derzeit Änderungen bei Geschwisterrabatten und Anpassungen der Beiträge, um Haushaltsengpässe zu bewältigen. Anwohner und lokale Initiativen leisten bereits Widerstand gegen die Pläne.

Die Diskussion um die Kosten für Kinderbetreuung in Willich zieht sich bereits länger hin, ohne dass eine Lösung in Sicht ist. Nun sucht die Verwaltung nach Wegen, zusätzliche Einnahmen zu generieren – unter anderem durch Kürzungen bei Geschwisterermäßigungen und eine Deckelung der Gebührensteigerungen. Geplant ist, durch die Anpassung der Geschwisterrabatte 500.000 Euro einzunehmen und weitere 100.000 Euro durch die Begrenzung dynamischer Gebührenerhöhungen auf drei Prozent zu erwirtschaften.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es nicht um eine vollständige Streichung der Rabatte gehe, sondern um eine Modifikation der Geschwisterbeiträge und der Gebührenanpassung. Die SPD-Fraktion hingegen lehnt Belastungen für Familien ab und schlägt stattdessen Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro für den Haushalt 2026 vor.

Der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) positioniert sich klar gegen die Pläne und lehnt sowohl Geschwistergebühren als auch höhere Beitragsanpassungen ab. Unterdessen hat der Haupt- und Finanzausschuss eine Überprüfung der Elternbeitragsregelungen angeordnet; Änderungen sollen bis zum 28. April vorgelegt werden. Endgültige Entscheidungen stehen noch aus, da alle Anpassungen zunächst von den gewählten Vertretern beraten und beschlossen werden müssen.

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In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird für Kinderbetreuungsleistungen bereits eine 50-prozentige Geschwistergebühr erhoben. In Willich stoßen die Pläne besonders bei Eltern wie Marlene Mendes aus Anrather auf scharfe Kritik, die darin eine ungerechte finanzielle Belastung für Familien sieht.

Die angespannte Haushaltslage der Stadt hat zu diesen Vorschlägen geführt, doch der Widerstand von Eltern und politischen Gruppen bleibt massiv. Bevor Änderungen bei den Kinderbetreuungsgebühren in Kraft treten, sind weitere Debatten und Beschlüsse nötig. Bis dahin warten sowohl Familien als auch Verantwortliche auf die überarbeiteten Pläne der Verwaltung, die bis Ende April vorliegen sollen.

Quelle