Wesels Oberbürgermeister und DGB Niederrhein besiegeln Zusammenarbeit für faire Arbeitsbedingungen
Julian KleinWesels Oberbürgermeister und DGB Niederrhein besiegeln Zusammenarbeit für faire Arbeitsbedingungen
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niederrhein traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien. Im Mittelpunkt der Gespräche standen lokale Arbeitsmarktprobleme und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt – ein Auftakt für die künftige Zusammenarbeit zwischen Kommune und Gewerkschaften.
Die von Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Niederrhein, geleitete Begegnung verlief in konstruktiver Atmosphäre. Beide Seiten erörterten die Herausforderungen Wesels, darunter Fachkräftemangel, steigende Energiekosten für Unternehmen und bezahlbarer Wohnraum für Beschäftigte.
Der Arbeitsmarkt in Wesel hat sich seit 2023 schrittweise erholt. Die Arbeitslosigkeit sank von etwa 7,5 auf rund 6,2 Prozent zu Beginn des Jahres 2026, getrieben durch Wachstum in Logistik und Produktion. Trotz dieser Fortschritte bleiben Probleme wie die Falle der Teilzeitbeschäftigung und der Mangel an Facharbeitern in handwerklichen Berufen drängend.
Die DGB-Delegation forderte eine Stärkung der Tarifbindung sowie Maßnahmen zum Schutz qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze. Zudem betonte sie die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen mit der Politik, um faire Arbeitsbedingungen und soziale Stabilität zu sichern. Oberbürgermeister Benien pflichtete dem bei und unterstrich, dass die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Wirtschaft und Gewerkschaften entscheidend für die Zukunft der Region sei.
Die Gespräche markieren den Beginn einer engeren Abstimmung zwischen der Weseler Stadtverwaltung und den Gewerkschaften. Künftig sollen wirtschaftliche Belastungen abgemildert, die Arbeitsplatzsicherheit verbessert und Beschäftigte am Niederrhein unterstützt werden. Beide Seiten verpflichteten sich, an diesen gemeinsamen Zielen zu arbeiten.






