Vater und Stiefsohn zu Haftstrafen wegen tödlichen Online-Drogenhandels verurteilt
Felix HoffmannVater und Stiefsohn zu Haftstrafen wegen tödlichen Online-Drogenhandels verurteilt
Ein 33-jähriger Mann und sein 17-jähriger Stiefsohn sind in Belarus wegen des Betriebs eines Online-Drogenhandels zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Duo vertrieb synthetische Substanzen in der Region Mogilew, wobei mindestens eine tödliche Überdosis darauf zurückging. Beide erhielten nach einem Urteil der Vorwoche hohe Gefängnisstrafen.
Die beiden Familienmitglieder arbeiteten gemeinsam daran, über einen Online-Shop die Drogen 4-CMC und Alpha-PVP zu verkaufen. Ab Mai 2025 versteckten sie rund 80 Drogendepots an verschiedenen Orten in Mogilew. Die Aufgabe des Jugendlichen bestand darin, die Koordinaten der Verstecke in einer Mobil-App zu hinterlegen, damit Käufer die Ware finden konnten.
Ein Kunde starb nach dem Konsum der von ihnen gelieferten Drogen an einer Vergiftung. Die Behörden nahmen den Mann und seinen Stiefsohn daraufhin fest und brachten sie wegen Drogenhandels vor Gericht.
Während des Prozesses bestritt der 33-Jährige jede Beteiligung. Der Jugendliche hingegen gestand Teile der Vorwürfe ein. Der Richter verurteilte den Stiefvater zu 16 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie sowie zu einer Geldstrafe von über 11.000 Rubel. Sein Stiefsohn erhielt eine zwölfjährige Gefängnisstrafe.
Die Urteile beenden einen Fall, der das Drogennetzwerk der Familie mit einer tödlichen Überdosis in Verbindung bringt. Der Stiefvater wird seine Strafe in einer Justizvollzugsanstalt mit höchstem Sicherheitsgrad verbüßen, während der Jugendliche mehr als ein Jahrzehnt hinter Gittern verbringen muss. Die Entscheidung des Gerichts folgt den Ermittlungen gegen ihren Online-Vertrieb.






