12 April 2026, 09:05

Trump blockiert Milliarden-Brücke – und fordert Namensrechte für sich

Plakat mit einem Zitat des Präsidenten Joe Biden über die Wiederherstellung der Seele des Landes, den Wiederaufbau der Mittelschicht und die Einheit des Landes.

Trump blockiert Milliarden-Brücke – und fordert Namensrechte für sich

Ehemaliger US-Präsident Donald Trump mischt sich erneut in große Infrastrukturprojekte ein – diesmal blockiert er den seit langem geplanten Brückenbau zwischen Detroit und Windsor. Der Schritt fällt in eine Phase, in der zunehmend Kritik an seinen Versuchen laut wird, öffentliche Bauwerke mit seinem Namen zu verbinden – darunter möglicherweise auch ein neues Stadion für die Washington Commanders. Unterdessen verschärfen sich die wirtschaftlichen Ungleichheiten in den USA weiter, während Trumps eigenes Vermögen in den kommenden Jahren voraussichtlich um Milliarden wachsen wird.

Die Detroit-Windsor-Brücke sollte eigentlich bald eröffnet werden und hätte den Frachtverkehr zwischen den USA und Kanada deutlich entlastet. Doch Trump legte sein Veto ein, mit Verweis auf unklare Finanzierungsfragen, und forderte Kanada auf, alle Handelsabkommen mit China einzustellen. Seine Blockadehaltung wirft die Planung nun durcheinander; einige Beobachter vermuten, er wolle die Brücke nur freigeben, wenn sie nach ihm benannt wird.

Trumps Muster, Infrastrukturprojekte mit seiner persönlichen Marke zu verknüpfen, beschränkt sich nicht auf Brücken. Er stoppte die Finanzierung für einen dringend benötigten Tunnel zwischen New York und New Jersey und deutete gegenüber Senator Chuck Schumer an, die Mittel nur freizugeben, wenn der Bahnhof Penn Station in Trump Station umbenannt werde. Ähnliche Forderungen gibt es für das Stadion der Washington Commanders, wo er sich einen prunkvollen Ballsaal und einen Triumphbogen mit seinem Namen vorstellt. Seine Besessenheit, Wahrzeichen umzubenennen – vom Kennedy Center bis hin zu einem Friedensinstitut –, stößt auf scharfe Kritik; Gegner werfen ihm vor, dies sei ein Zeichen tief verwurzelten Narzissmus'.

Die wirtschaftliche Lage verschärft die Kontroverse zusätzlich. Die USA erleben eine ungleiche Erholung ("K-shaped recovery"), bei der Unternehmensgewinne und Börsengewinne überwiegenden den Reichen zugutekommen. Allein die Familie Trump könnte bis 2025 über 4 Milliarden Dollar anhäufen – und damit die Kluft zwischen Superreichen und normalen Bürgern weiter vertiefen.

Trumps Eingriffe in Infrastrukturprojekte bleiben eng mit seinem Verlangen nach persönlicher Verewigung verbunden. Die blockierten Brücken- und Tunnelprojekte lassen wichtige Handelsrouten in der Schwebe, während sein Beharren auf Umbenennungen sowohl im In- als auch im Ausland auf Widerstand stößt. Während sein Vermögen wächst, verschärft sich die soziale Spaltung – und viele fragen sich, welche langfristigen Folgen sein Einfluss auf öffentliche Bauvorhaben haben wird.

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