Trump attackiert NATO erneut und stellt Bündnisnutzen für die USA infrage
Amelie FrankeTrump attackiert NATO erneut und stellt Bündnisnutzen für die USA infrage
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat die NATO erneut scharf kritisiert und deren Nutzen für die USA infrage gestellt. Seine jüngsten Äußerungen folgen einem Vorschlag des Weißen Hauses, militärische Maßnahmen zur Annexion Grönlands zu prüfen. Trump behauptete zudem, dass nicht die NATO, sondern die militärische Stärke der USA Rivale wie Russland und China abschrecke.
Trump argumentierte, die USA hätten jahrzehntelang die Verteidigungskosten ihrer Verbündeten getragen. Er forderte NATO-Mitglieder auf, 5 % ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Militärhaushalte auszugeben – deutlich mehr als das aktuelle Ziel von 2 %. Seine Verärgerung rührt aus dem, was er als Missmanagement und Untätigkeit im Bündnis bezeichnet.
Gleichzeitig betonte er, die USA würden die NATO weiterhin unterstützen, selbst wenn das Bündnis diese Unterstützung nicht erwidere. Die Aussagen erfolgten einen Tag, nachdem das Weiße Haus militärische Optionen zur Sicherung der Annexion Grönlands in Erwägung gezogen hatte – ein Schritt, der die transatlantischen Beziehungen weiter belasten könnte.
Trump behauptete zudem, Russland und China fürchteten die USA wegen seiner Bemühungen, die amerikanische Militärmacht wieder aufzubauen. Die Abschreckungswirkung der NATO sei im Vergleich zur alleinigen Stärke der USA von untergeordneter Bedeutung, so seine Einschätzung.
Die Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Trump und der NATO-Führung. Seine Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben und seine Kritik an Bündnispartnern könnten die künftige US-Politik prägen. Gleichzeitig sorgt der Grönland-Vorschlag für zusätzliche Unsicherheit in den transatlantischen Sicherheitsdebatten.






