Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stabiler Sendungsmengen
Amelie FrankeTeilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stabiler Sendungsmengen
Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stabiler Sendungsmengen
Die Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) sind in der zweiten Jahreshälfte 2025 weiter angestiegen, obwohl das Sendungsaufkommen weitgehend unverändert blieb. Wie der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) berichtet, stiegen die sendungsbezogenen Prozesskosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent.
Der DSLV veröffentlicht zweimal jährlich seinen Sammelgut-Kostenindex, der die Entwicklung der sendungsbezogenen Ausgaben erfasst. Im aktuellen Bericht zeigt sich, dass die Personalkosten mit rund 51 Prozent den größten Kostentreiber darstellen. Sie erhöhten sich um 3,7 Prozent – unter anderem bedingt durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2025.
Auch die Betriebskosten legten um 4,2 Prozent zu, getrieben durch Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur. Noch stärker stiegen die Kosten für Palettenhandling mit einem Plus von 6,4 Prozent, da die Palettenpreise um etwa 21 Prozent in die Höhe schnellten. Maut- und Spritkosten blieben dagegen weitgehend stabil und dämpften so den Gesamtanstieg der Ausgaben.
Die Sendungsmengen in den LTL-Netzen blieben mit einem Rückgang von nur 0,1 Prozent im Jahresvergleich nahezu konstant. Allerdings nahm die Zahl der Umschlagterminals zu, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Sendungszahl pro Depot um 3,3 Prozent führte.
Der DSLV warnt, dass die Branche kaum noch Spielraum habe, die steigenden Kosten allein durch interne Effizienzmaßnahmen aufzufangen. Da Personalkosten, Palettenpreise und Betriebskosten weiter klettern, werde der Druck auf die Logistikdienstleister anhalten. Der aktuelle Index unterstreicht die anhaltenden finanziellen Herausforderungen im Sektor.
