29 April 2026, 14:22

Tarifstreit bei DHL: ver.di fordert 15 Prozent mehr Lohn für 160.000 Beschäftigte

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit der Aufschrift "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Tarifstreit bei DHL: ver.di fordert 15 Prozent mehr Lohn für 160.000 Beschäftigte

Beschäftigte der Deutsche Post DHL Group stehen vor anhaltenden Tarifkonflikten, da die Gewerkschaft ver.di deutliche Lohnerhöhungen durchsetzen will. Die Gewerkschaft fordert eine Steigerung von 15 Prozent für 160.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie bessere Bedingungen für Auszubildende und Beamte im Unternehmen.

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Der Großteil der Belegschaft – 140.000 der 160.000 Beschäftigten – ist in die Entgeltgruppen 1 bis 3 eingestuft und verdient brutto zwischen 2.108 und 3.090 Euro monatlich. ver.di pocht nun auf eine 15-prozentige Lohnerhöhung in diesen Gruppen und argumentiert, dass die aktuellen Gehälter die gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht widerspiegeln.

Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft eine monatliche Zulage von 200 Euro für Auszubildende und dual Studierende. Darüber hinaus will ver.di die Postzulage für die rund 23.000 beamteten Postmitarbeiter im Konzern erhalten. Für die Umsetzung dieser Forderungen wurde eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag vorgeschlagen.

Thomas Großstück, Leiter des ver.di-Fachbereichs Postdienste in Nordrhein-Westfalen, rechtfertigte die Streiks als "voll und ganz berechtigt". Er kritisierte die Arbeitgeber, dass sie im Verlauf der Verhandlungen kein tragfähiges Angebot vorgelegt hätten, und sah die Beschäftigten dadurch gezwungen, zu Arbeitskampfmaßnahmen zu greifen.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Löhne, Zulagen und die Unterstützung für Auszubildende, wobei ver.di auf konkrete Verbesserungen besteht. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Streiks den Post- und Logistikbetrieb in ganz Deutschland beeinträchtigen.

Quelle