30 April 2026, 18:40

Stadträtin schlägt bedrohten Spider-Affen – Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen

Ein Spinnenaffe mit braunem Fell, langer Schwanz und wachsamer Miene auf einem Baum sitzend umgeben von grünem Laub in Costa Rica.

Stadträtin schlägt bedrohten Spider-Affen – Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen

Ein virales Video hat eine Untersuchung ausgelöst, nachdem die Stadträtin Silvia Iliana Villarruel Gutiérrez aus Ocotlán im Bundesstaat Jalisco dabei gefilmt wurde, wie sie einen Spider-Affen unsanft behandelte. Die Aufnahmen zeigen, wie sie das unruhige Tier während einer Veranstaltung bei der Begrüßung von Gästen wegschlägt. Inzwischen haben die Behörden den Vorfall aufgegriffen.

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Das Video, das sich rasant in den sozialen Medien verbreitete, zeigt Villarruel, die den Affen mit einem Arm festhält, während dieser sich windet und hin- und herzappelt. Später bestätigte sie, dass sie die Frau auf der Aufnahme sei, bestritt jedoch, das Tier zu besitzen. Stattdessen behauptete sie, es von einer nicht namentlich genannten Person ausgeliehen zu haben.

Die mexikanische Bundesanwaltschaft für Umweltschutz (PROFEPA) hat daraufhin Ermittlungen eingeleitet. Inspektoren besuchten die städtischen Büros in Ocotlán, um die Herkunft und den rechtlichen Status des Affen zu klären. Bei der betroffenen Art handelt es sich um Geoffroys Spider-Affe (Ateles geoffroyi), der nach mexikanischem Recht als bedroht eingestuft wird. Ein legaler Fang oder eine kommerzielle Nutzung von Exemplaren dieser Art ist verboten.

PROFEPA hat Villarruel offiziell aufgefordert, Angaben zur Identifizierung der Person zu machen, die für den illegalen Besitz des Affen verantwortlich ist. Bereits jetzt liegt eine Strafanzeige vor. Die Behörde kündigte an, die Ermittlungen fortzusetzen, um den Sachverhalt aufzuklären und den Schutz des Tieres sicherzustellen.

Die Untersuchungen dauern an, während PROFEPA klären will, wem der Affe gehört und wie er in Villarruels Obhut gelangte. Je nach Ergebnis könnten rechtliche Konsequenzen folgen. Der Fall unterstreicht die strengen Vorschriften zum Schutz bedrohter Arten in Mexiko.

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