Mexikos Gouverneur vor US-Gericht: Drogenhandel und Kartell-Verbindungen
Amelie FrankeMexikos Gouverneur vor US-Gericht: Drogenhandel und Kartell-Verbindungen
Der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, ist in den USA wegen Drogenhandels und Waffenvergehen angeklagt worden. Neun weitere aktuelle und ehemalige mexikanische Beamte sehen sich in einer Bundesanklage ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Bei einer Verurteilung drohen Rocha Moya eine lebenslange Haftstrafe oder eine Mindeststrafe von 40 Jahren.
Rocha Moya amtiert seit November 2021 als Gouverneur von Sinaloa. Die Anklagepunkte gegen ihn umfassen die Verschwörung zum Schmuggel von Betäubungsmitteln in die USA sowie den Besitz von Maschinengewehren und Sprengvorrichtungen. Die Anklageschrift bringt ihn mit dem Sinaloa-Kartell in Verbindung, das von der US-Regierung als terroristische Organisation eingestuft wird.
Die USA haben die Auslieferung von Rocha Moya und den anderen beschuldigten Beamten beantragt. Einige der Angeklagten gehören der regierenden mexikanischen Partei Morena an, was für Präsidentin Claudia Sheinbaum eine politische Herausforderung darstellt. Es ist nicht das erste Mal, dass die USA hochrangige mexikanische Beamte wegen Drogendelikten verfolgen – so wurde der ehemalige Sicherheitschef Genaro García Luna 2023 angeklagt.
Rocha Moya war bereits 2023 in einen Skandal verwickelt, der mit dem Sinaloa-Kartell in Verbindung stand. Die aktuellen Vorwürfe beschuldigen ihn und die anderen Beamten, große Mengen illegaler Drogen in die USA geschmuggelt zu haben.
Der Fall erhöht den Druck auf die mexikanische Regierung, da mehrere der Beschuldigten einflussreiche Positionen innehaben oder innehatten. Die Auslieferungsersuchen der USA werden nun entscheiden, ob Rocha Moya und die anderen vor einem US-Gericht vor Gericht stehen müssen. Eine Verurteilung könnte zu Jahrzehnten hinter Gittern oder sogar zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe führen.
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