02 May 2026, 04:17

Sprengmeister Andreas Otte entschärft Bomben mit Präzision und Hightech

Männer in Helmen und Handschuhen, die eine große Bombe in einer Fabrik mit Maschinen und Wandtext auseinandernahmen.

Sprengmeister Andreas Otte entschärft Bomben mit Präzision und Hightech

Andreas Otte arbeitet als Sprengmeister in Nordrhein-Westfalen. Beim Landeskriminalamt (LKA) ist er auf den Umgang mit unkonventionellen Sprengkörpern spezialisiert – eine Tätigkeit, die absolute Präzision erfordert, denn selbst der kleinste Fehler kann verheerende Folgen haben.

Otte gehört zur Entschärfungseinheit USBV des LKA, die seit 1981 im Einsatz ist. Sein Schutzanzug wiegt rund 40 Kilogramm und benötigt 15 Minuten, um ihn mit Hilfe anzulegen. Die Hochtechnologie-Ausstattung kostet über 60.000 Euro – ein Spiegelbild der Risiken, die mit seiner Arbeit verbunden sind.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) spielt eine zentrale Rolle bei der Entschärfung von Kriegsmunition in der Region. Allein 2024 räumte das Team 7.266 Sprengkörper. Zudem bearbeiteten sie über 35.500 Anfragen im Zusammenhang mit Bauprojekten, um die Sicherheit vor Beginn der Erdarbeiten zu gewährleisten.

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Jährlich führt die Einheit etwa 800 Einsätze durch, darunter 300 Bombenentschärfungen. Strenge Sicherheitsvorschriften sehen vor, dass alle Entschärfungen ferngesteuert durch Roboter erfolgen. Otte betont, wie entscheidend Konzentration ist – denn jeder Einsatz birgt potenzielle Gefahren.

Die Arbeit des KBD verhindert Unfälle und schützt die Bevölkerung vor blindgängiger Munition. Mit Tausenden von Sprengkörpern, die jährlich unschädlich gemacht werden, tragen sie zu sichereren Baustellen und öffentlichen Räumen bei. Ottes Fachwissen und die moderne Technik des Teams bleiben unverzichtbar, um diese anhaltenden Risiken zu bewältigen.

Quelle