Solingen: SPD würdigt Ehrenamtliche – doch Respekt und Mittel fehlen
Amelie FrankeSolingen: SPD würdigt Ehrenamtliche – doch Respekt und Mittel fehlen
Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat öffentlich die unverzichtbare Rolle von Ehrenamtlichen und Einsatzkräften in der Stadt gewürdigt. In einer aktuellen Stellungnahme betonten die Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz und Uli Preuß die wachsenden Herausforderungen, vor denen Menschen stehen, die ihre Zeit in Hilfsorganisationen und der Feuerwehr engagieren. Gleichzeitig thematisierten sie die finanziellen Engpässe der Stadt und deren Auswirkungen auf die von Freiwilligen getragenen Dienste.
Uli Preuß äußerte sich zu Beginn erschüttert über den sinkenden Respekt, der Ehrenamtlichen in Solingen entgegengebracht werde. Er unterstrich, dass ihr Einsatz – insbesondere in Notlagen wie den jüngsten Erdbeben – für Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten von zentraler Bedeutung bleibe. Gemeinsam mit Preuß-Buchholz versicherte er den Freiwilligen, dass ihre Arbeit trotz etwaiger Zweifel einen enormen Wert habe.
Die Fraktion dankte zudem dem hauptamtlichen Personal, darunter Polizeibeamten und städtischen Ordnungsdiensten, für ihr kontinuierliches Engagement. Preuß räumte ein, dass Solingens angespannter Haushalt die Stadt zwinge, sich stark auf unentgeltliche Unterstützung zu stützen, um grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.
Als Reaktion auf diese Belastungen versprach die SPD-Fraktion, den Dialog mit Ehrenamtlichen und lokalen Organisationen weiter zu pflegen. Gleichzeitig forderten sie Bund und Land auf, entschlossener zu handeln – mit klareren Regelungen zum Schutz von Freiwilligen und einer Verbesserung des öffentlichen Umgangs mit ihnen.
Die Aussagen der SPD verdeutlichen sowohl die praktischen als auch finanziellen Belastungen für Solingens Ehrenamtsnetzwerk. Mit dem Appell an bessere staatliche Unterstützung und strengere Durchsetzungsmaßnahmen will die Fraktion eine stabilere Zukunft für diejenigen sichern, die das Rückgrat der städtischen Notfall- und Versorgungssysteme bilden. Die Würdigung erfolgt zu einer Zeit, in der Freiwillige im Alltag mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert sind.






