Solingen in der Kritik: Sozialdumping bei Corona-Hotline-Mitarbeitern?
Felix HoffmannSolingen in der Kritik: Sozialdumping bei Corona-Hotline-Mitarbeitern?
Die BfS/ABI-Fraktion hat Bedenken gegenüber den Einstellungspraktiken der Stadt Solingen für ihre COVID-19-Kontaktverfolgungs-Hotline geäußert. Sie wirft dem Solinger Verwaltungsvorstand vor, durch niedrige Löhne und befristete Verträge Sozialdumping zu betreiben. Die Fraktion betont, dass die Tätigkeit eine hohe gesellschaftliche Bedeutung habe.
Jan Salewski von der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. kritisiert das Vorgehen der Stadt bei der Personalrekrutierung. Der Stundenlohn für die Mitarbeiter:innen in der Kontaktverfolgung liegt bei 11,00 Euro – zwar über dem gesetzlichen Mindestlohn, aber unter der niedrigsten Entgeltgruppe 1 des öffentlichen Dienstes nach Tarifvertrag.
Die BfS/ABI-Fraktion stellt infrage, ob sich qualifizierte Fachkräfte für solche Löhne bewerben werden. Sie wirft der Stadt vor, tariffliche Standards zu umgehen, indem sie keine angemessenen Arbeitsverträge anbiete.
Im Mittelpunkt des Streits stehen die Bezahlung und Vertragsbedingungen für einen essenziellen Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens. Die Fraktion fordert, die Löhne an die Tarifverträge anzupassen, um eine faire Vergütung für die Beschäftigten in dieser wichtigen Funktion zu gewährleisten.






