24 June 2026, 00:15

Solingen fordert Reform der Rettungsdienst-Finanzierung für bessere Vor-Ort-Behandlung

Streit um die Einsätze von Rettungswagen: Wer zahlt für die 'Fehlalarme' in Solingen?

Solingen fordert Reform der Rettungsdienst-Finanzierung für bessere Vor-Ort-Behandlung

Die Stadt Solingen hat Bedenken gegenüber dem aktuellen Finanzierungssystem für den Rettungsdienst geäußert. Sie argumentiert, dass das bestehende Modell moderne Praktiken nicht ausreichend berücksichtigt, bei denen Rettungssanitäter zunehmend eine vollständige Behandlung vor Ort durchführen. Die Stadtverwaltung besteht darauf, dass alle Notfalleinsätze – unabhängig davon, ob ein Patient ins Krankenhaus eingeliefert wird – in vollem Umfang erstattet werden müssen.

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Nach den geltenden Regelungen gelten Einsätze, bei denen Rettungswagen Patienten versorgen, sie aber nicht transportieren, als „Fehlalarme“. Solingen weist Vorwürfe zurück, wonach Kommunen durch den Ausbau der Notfalldienste die Kosten in die Höhe getrieben hätten. Vielmehr seien die Standards für Notfallversorgung durch gesetzlich vorgeschriebene Pläne festgelegt, die in Abstimmung mit Krankenkassen und regionalen Behörden entwickelt wurden.

Für das Jahr 2026 wurde zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und den Krankenkassen eine vorübergehende Vereinbarung getroffen. Solingen warnt jedoch davor, die anstehende Phase der Qualitätsprüfung als reines Sparprogramm zu behandeln. Stattdessen fordert die Stadt eine gemeinsame Überprüfung unter Einbeziehung aller Beteiligten.

Langfristig strebt Solingen eine Neuausrichtung von Verantwortung, Qualitätsstandards und Finanzierung an. Betont wird, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin Anspruch auf schnelle, zuverlässige und hochwertige Notfallversorgung haben müssen.

Die Stadt will, dass die Debatte um die Finanzierung nicht länger auf die Kommunen abzielt. Gefordert wird ein System, das die Notfallversorgung vollständig abdeckt und die Realität der Vor-Ort-Behandlung widerspiegelt. Zudem soll das Vertrauen der Bevölkerung in eine rasche und wirksame Rettungsdienstleistung erhalten bleiben.

Quelle