Solingen ehrt die vergessenen Architektinnen des Grundgesetzes
Ausstellung ehrt die "Mütter des Grundgesetzes" in Solingen
Ab sofort ist in Solingen eine Ausstellung zu sehen, die den Frauen hinter dem deutschen Grundgesetz gewidmet ist. Unter dem Titel "Die Mütter des Grundgesetzes" läuft sie bis zum 22. Juni im Kulturzentrum der Stadt. Besucherinnen und Besucher können dort die Leistungen der vier weiblichen Mitgestalterinnen nachvollziehen, die vor 74 Jahren die Verfassung der Bundesrepublik prägten.
Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Unter den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates waren nur vier Frauen: Frieda Nadig und Elisabeth Selbert von der SPD sowie Helene Wessel vom Zentrum und Helene Weber von der CDU.
Die Schau rückt ihre entscheidenden Rollen in den Fokus – insbesondere Selberts Einsatz für die Gleichberechtigung. Sie setzte sich für Artikel 3, Absatz 2 ein, der festhält: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt!" Dieses Prinzip wurde zu einem Grundpfeiler der Verfassung.
Veranstaltet wird die Ausstellung vom Gleichstellungsbüro der Stadt Solingen und der Bergischen Volkshochschule (VHS). Sie ist Teil der Reihe "Frauen! Macht! Politik!" und befindet sich im Verwaltungstrakt links vom VHS-Forum im 3. Obergeschoss des Kulturzentrums, Mummstraße 10.
Der Eintritt ist frei, geöffnet ist montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Die Ausstellung wirft einen Blick auf den oft unterschätzten Einfluss dieser vier Frauen, deren Arbeit den Weg für die rechtliche Gleichstellung in Deutschland ebnete. Bis zum 22. Juni haben Interessierte noch Gelegenheit, die Schau in Solingen zu besuchen.






