25 April 2026, 06:44

Schweizer Migrationsinitiative spaltet das Land vor der Volksabstimmung am 14. Juni

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von der Schweiz auf dem Cover, das Regionen und Nachbarländer zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Schweizer Migrationsinitiative spaltet das Land vor der Volksabstimmung am 14. Juni

Kontroverse Migrationsinitiative in der Schweiz: Volksabstimmung am 14. Juni

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Eine umstrittene Einwanderungsinitiative in der Schweiz steht am 14. Juni zur Abstimmung. Der von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) unterstützte Vorschlag zielt darauf ab, das Bevölkerungswachstum zu begrenzen, indem die Personenfreizügigkeit mit der EU abgeschafft wird. Gegner haben bereits mit der Kampagne begonnen und warnen vor schweren wirtschaftlichen und politischen Folgen, falls die Vorlage angenommen wird.

Die Initiative fordert den Bundesrat auf, Beschränkungen einzuführen, sobald die Wohnbevölkerung der Schweiz 9,5 Millionen erreicht. Bei einer Annahme würde dies das Ende der Personenfreizügigkeit mit der EU bedeuten und die sogenannte Guillotine-Klausel auslösen. Dadurch würden weitere bilaterale Verträge hinfällig, und die teilweise Mitgliedschaft der Schweiz im Schengen- und Dublin-Raum stünde auf dem Spiel.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich 45 Prozent der Befragten für ein "Ja" oder "eher Ja" aussprechen, während 38 Prozent die Initiative ablehnen. Allerdings lehnen 69 Prozent eine vollständige Kündigung der bilateralen Verträge ab – als Hauptgrund wird die globale Instabilität genannt.

Gegner der Vorlage haben ihre Kampagne früh gestartet, noch bevor die letzte Volksabstimmung abgeschlossen war. Am Hauptbahnhof Bern waren bereits Plakate mit Parolen gegen die Initiative zu sehen. Am Montag hielt ein breites Bündnis aus gemäßigteren und wirtschaftsnahen Organisationen eine Pressekonferenz ab, um Unterstützung gegen den Vorschlag zu mobilisieren.

SP-Bundesrat Beat Jans konzentriert sich besonders auf ländliche Regionen, wo die Initiative auf Zustimmung stoßen könnte. Die "Nein"-Kampagne richtet sich gezielt an bürgerlich-wählerische Kreise, wobei Vertreter aus Wirtschaft, öffentlichem Dienst und gemäßigteren Parteien die Ablehnung vorantreiben. Ein erfahrener Stratege hatte Anfang dieses Jahres vorausgesagt, dass die Abstimmung mit einem "Nein" enden werde.

Das Ergebnis der Volksabstimmung am 14. Juni wird entscheiden, ob die Schweiz ihre aktuellen Abkommen mit der EU beibehält. Ein "Ja" könnte den Handel, die Reisefreiheit und die Sicherheitszusammenarbeit gefährden. Die Kampagne gegen die Initiative läuft nun auf Hochtouren – beide Seiten versuchen, in den letzten Wochen die unentschlossenen Wähler für sich zu gewinnen.

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