25 April 2026, 12:54

Schweizer Regierung akzeptiert Urteil zu mehr Transparenz bei Covid-Impfverträgen

Eine Person hält ein Fläschchen mit COVID-19-Impfstoff in der Hand, das mit Text beschriftet ist, mit einem unscharfen Hintergrund.

Schweizer Regierung akzeptiert Urteil zu mehr Transparenz bei Covid-Impfverträgen

Die Schweizer Bundesregierung wird ein Gerichtsurteil nicht anfechten, das mehr Transparenz bei den Covid-Impfstoffverträgen verlangt. Die Entscheidung folgt nach Beschwerden von Privatpersonen, die gemäß den Informationsfreiheitsgesetzen Zugang zu den Dokumenten forderten. Den Impfstoffherstellern bleibt jedoch weiterhin die Möglichkeit, Berufung einzulegen, um geschützte Geschäftsgeheimnisse zu wahren.

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Ende 2023 hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zunächst Anfragen abgelehnt, die vollständigen Beschaffungsverträge offenzulegen. Die Beschwerdeführer hatten sich auf das Öffentlichkeitsgesetz berufen und argumentiert, die Öffentlichkeit habe ein Recht, die Verträge einzusehen. Zwar hatte das BAG bereits 2022 redigierte Fassungen der Verträge veröffentlicht, doch Kritiker drängten auf vollständige Offenlegung.

Das Bundesverwaltungsgericht gab später den Beschwerdeführern recht und verfügte, dass die Regierung weitere Details veröffentlichen muss. Die Behörden hatten sich zuvor geweigert und gewarnt, dass eine alleinige Offenlegung der Verträge in der Schweiz ihre Verhandlungsposition für künftige Impfstoffdeals schwächen könnte. Trotz dieser Bedenken bestätigte die Bundesregierung nun, dass sie das Urteil nicht anfechten werde.

Den Impfstoffherstellern steht es jedoch weiterhin zu, gegen das Urteil vorzugehen. Ihre Berufungen würden sich auf den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Herstellungsgeheimnissen konzentrieren, die vertraglich unter Verschluss bleiben.

Mit dem Verzicht der Regierung auf eine Berufung bleibt das Gerichtsurteil bestehen. Das bedeutet, dass die Öffentlichkeit bald umfassenderen Zugang zu den Impfstoff-Beschaffungsverträgen erhalten könnte. Mögliche Berufungen der Hersteller könnten die Veröffentlichung bestimmter Details jedoch weiterhin verzögern oder einschränken.

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