Rentenreform steht bevor: Wie die Regierung das System zukunftssicher machen will
Amelie FrankeRentenreform steht bevor: Wie die Regierung das System zukunftssicher machen will
Die deutsche Regierung bereitet eine Reform des Rentensystems vor. Eine von der Regierung eingesetzte Kommission wird in Kürze ihre Empfehlungen vorlegen. Das aktuelle System steht unter wachsendem Druck, da die Zahl der Rentnerinnen und Rentner kontinuierlich steigt.
1997 gab es in Deutschland deutlich weniger Rentner als heute. Seither ist ihre Zahl um mehr als drei Millionen gestiegen. Dennoch sind die Ausgaben für die gesetzliche Rente von 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 1997 auf 9,3 Prozent im Jahr 2024 gesunken.
Die Bundeszuschüsse zur Rente machen mittlerweile 24,6 Prozent des Haushalts aus. Dennoch ist ihr Anteil an den Gesamteinnahmen des Rentensystems von 34 Prozent im Jahr 2003 auf 29 Prozent im Jahr 2024 zurückgegangen. Der aktuelle Beitragssatz liegt bei 18,6 Prozent.
Trotzdem erwirtschaftet das System für die Beitragszahler weiterhin solide Renditen. Jüngere und ältere Arbeitnehmer erzielen nominale Jahresrenditen von etwa 3,1 bis 3,3 Prozent bei Männern und 3,6 bis 3,8 Prozent bei Frauen.
Nun werden Reformen geprüft, um die langfristige Tragfähigkeit des Systems zu sichern. Die Vorschläge der Kommission werden künftige Anpassungen bei Beiträgen, Zuschüssen und Leistungen prägen. Die Regierung strebt einen Ausgleich zwischen der steigenden Nachfrage und der Haushaltsdisziplin an.






