Polizei Hamm schlägt bei Karfreitags-Kontrolle gegen Raser und Tuning-Fans zu
Felix HoffmannPolizei Hamm schlägt bei Karfreitags-Kontrolle gegen Raser und Tuning-Fans zu
Polizei Hamm führt großangelegte Verkehrssicherheitsaktion an Karfreitag durch
Am Karfreitag, dem 18. April, führte die Polizei Hamm eine umfangreiche Verkehrskontrolle unter dem Motto "Rotlicht für Raser, Protzer und illegales Tuning" durch. Die siebenstündige Aktion, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamm stattfand, dauerte von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts und konzentrierte sich auf Geschwindigkeitsüberschreitungen, gefährliche Fahrzeugveränderungen sowie rücksichtsloses Fahrverhalten in zentralen Bereichen der Stadt.
Während des Einsatzes registrierten die Behörden 68 Verkehrsverstöße. Die meisten betrafen Fahrer, die ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs waren, ihr Handy am Steuer nutzten oder illegale Fahrzeugumbauten vorgenommen hatten. Zur Überwachung des Verkehrs kamen zwei städtische Geschwindigkeitsmessanlagen sowie das ESO-Erfassungssystem der Polizei zum Einsatz.
Besonders problematisch war überhöhte Geschwindigkeit: Insgesamt wurden 100 Tempodelikte geahndet. Davon zogen 24 Verstöße ein Bußgeld nach sich, während 76 Fahrer mit einer Verwarnung davonkamen. Drei Autofahrer müssen nun mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen, da sie extrem zu schnell unterwegs waren.
Zudem beschlagnahmten die Beamten ein mutmaßlich manipuliertes E-Bike, nachdem dessen Fahrer mit 50 km/h unterwegs war – deutlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Da der Mann zudem keinen gültigen Führerschein besaß, drohen ihm nun strafrechtliche Konsequenzen. Zwar wurden keine größeren Treffen von getunten Fahrzeugen festgestellt, jedoch beobachtete die Polizei kleinere Gruppen in der Nähe der Schachtstraße.
Die Aktion unterstrich die anhaltenden Probleme mit Rasern und illegalen Fahrzeugveränderungen in Hamm. Angesichts von 100 Geschwindigkeitsdelikten und zahlreichen weiteren Verstößen kündigte die Polizei weitere Kontrollen an. Die beschlagnahmte E-Bike und die drohenden Führerscheinentzüge zeigen zudem die rechtlichen Risiken auf, die mit Fahrzeugmanipulationen einhergehen.






