17 April 2026, 03:04

WM 2026 in Mexiko-Stadt: Kritik an mangelnder Vorbereitung und wirkungslosem Sonderausschuss

Große Menschenmenge auf einem Fußballfeld in Mexiko-Stadt mit Gebäuden, Bäumen, Laternenpfählen, Fahrzeugen und einem Zelt im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

WM 2026 in Mexiko-Stadt: Kritik an mangelnder Vorbereitung und wirkungslosem Sonderausschuss

Mexiko-Stadts Vorbereitungen für die FIFA-WM 2026 geraten zunehmend in die Kritik, während Abgeordnete über die Rolle eines Sonderausschusses streiten. Der Ausschuss, der eigentlich die Planung des Turniers überwachen und beraten sollte, hat bisher kaum nennenswerte Beiträge geliefert. Kritiker stellen inzwischen infrage, ob die Stadt überhaupt in der Lage ist, Spiele auszurichten.

Der Sonderausschuss für die Begleitung und Überwachung der FIFA-WM 2026, geleitet vom Abgeordneten Fernando Zárate, wurde eingerichtet, um turnierbezogene Vorschläge zu prüfen. Bisher hat er jedoch zu keinen der zentralen Initiativen, die in anderen Legislativgremien diskutiert werden, Stellung genommen. Zudem fehlt dem Ausschuss die Befugnis, verbindliche Entscheidungen zu treffen – was seinen Einfluss stark einschränkt.

Royfid Torres von Movimiento Ciudadano räumte ein, dass der Ausschuss nie wie vorgesehen funktioniert habe. Der PAN-Koordinator Andrés Atayde erkannte zwar die problematische Anfangsphase an, äußerte aber die Hoffnung, das Gremium könne noch reaktiviert werden. Unterdessen forderte der PVEM-Vorsitzende Jesús Sesma dessen vollständige Auflösung und bezeichnete es als wirkungslos.

Atayde warnte zudem vor mangelnder Vorbereitung der Stadt: Mexiko-Stadt verfüge derzeit weder über ausreichend Unterkünfte für inländische noch für internationale Besucher. Torres lenkte die Aufmerksamkeit stattdessen auf die dringende Aufgabe des Parlaments: sicherzustellen, dass die Regierung die FIFA-Anforderungen vor dem Turnier erfüllt.

Xóchitl Bravo, Fraktionsvorsitzende der Morena, will den Ausschuss nun durch lokale Initiativen wiederbeleben. Ihr Ziel ist es, dessen Arbeit mit der Agenda der Stadtregierung in Einklang zu bringen und die Kontrolle vor dem Turnier zu stärken.

Die Zukunft des Ausschusses bleibt ungewiss, während die Abgeordneten über seinen Nutzen debattieren. Ohne wirksame Aufsicht bleiben Zweifel an Mexiko-Stadts Fähigkeit, 2026 WM-Spiele auszurichten. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, ob die Stadt die Lücken in Infrastruktur und Planung noch schließen kann.

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