Paderborner Forscher nutzen Sonnenlicht für grüne Wasserstoffproduktion
Julian KleinPaderborner Forscher nutzen Sonnenlicht für grüne Wasserstoffproduktion
Universität Paderborn startet neues Forschungsprojekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Sonnenlicht und kohlenstoffbasierten Materialien
Die Universität Paderborn startet ein neues Forschungsvorhaben, um mithilfe von Sonnenlicht und kohlenstoffhaltigen Materialien grünen Wasserstoff zu produzieren. Das unter dem Namen "C2-SPORT" geführte Projekt beginnt im April nächsten Jahres und wird vom Institute for Advanced Study (IAS) der Hochschule finanziert. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, eine sauberere und kostengünstigere Alternative zur herkömmlichen, von fossilen Brennstoffen abhängigen Wasserstoffgewinnung zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff unter Nutzung von Solarenergie. Die Forscher setzen dabei auf ein "direktes Z-Schema"-Verfahren, das von der natürlichen Photosynthese inspiriert ist. Dieser Ansatz kombiniert zwei Halbleiter, um die Effizienz der Wasserspaltung zu steigern.
Ein zentraler Bestandteil der Studie sind kohlenstoffbasierte Halbleiter. Diese Materialien bieten eine starke fotokatalytische Aktivität zu geringeren Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Optionen. Das Team geht davon aus, dass dies die Wasserstoffproduktion nachhaltiger und erschwinglicher machen könnte.
Die internationale Zusammenarbeit spielt in der Forschung eine entscheidende Rolle: Gastwissenschaftler von Universitäten in Australien und China werden sich dem Projekt anschließen. Das Institute for Advanced Study, bekannt für seine Förderung interdisziplinärer und globaler Forschung, übernimmt die wissenschaftliche Leitung.
Für das Vorhaben wurden rund 20.000 Euro an Fördergeldern eingeworben. Diese finanzielle Unterstützung soll die Entwicklung umweltfreundlicher Methoden zur Wasserstoffgewinnung vorantreiben.
Das "C2-SPORT"-Projekt erforscht neue Wege, um Wasserstoff ohne den Einsatz fossiler Energieträger zu erzeugen. Bei Erfolg könnte die Studie einen Beitrag zum Umstieg auf erneuerbare Energien leisten. Die Ergebnisse könnten zudem die Kosten und die Umweltbelastung bei der Wasserstoffproduktion verringern.






