17 June 2026, 16:40

NRW übernimmt ab 2026 GEMA-Gebühren für gemeinnützige Veranstaltungen und entlastet Vereine

Haug (CDU): NRW deckt GEMA-Gebühren für Vereine bis Ende 2027

NRW übernimmt ab 2026 GEMA-Gebühren für gemeinnützige Veranstaltungen und entlastet Vereine

Nordrhein-Westfalen übernimmt ab 1. Juli 2026 GEMA-Gebühren für gemeinnützige, karitative und kirchliche Veranstaltungen

Die Landesregierung hat für die Initiative bis Ende 2027 drei Millionen Euro bereitgestellt. Mit der Maßnahme sollen das ehrenamtliche Engagement gefördert und die Organisation von Veranstaltungen für tausende Vereine und Gruppen erleichtert werden.

Die neue Regelung gilt für Veranstaltungen mit Live- oder aufgezeichneter Musik, bei denen kein Eintrittsgeld erhoben wird. Die Veranstaltungsfläche darf maximal 500 Quadratmeter groß sein. Jede Organisation kann im Rahmen der Pauschalregelung bis zu vier Veranstaltungstage pro Jahr beantragen.

Ausgenommen sind explizit Konzerte, Tanzveranstaltungen, Hintergrundmusik sowie gestreamte Auftritte. Von der Neuregelung profitieren rund 33.500 Vereine und Verbände im Land.

Sebastian Haug, CDU-Landtagsabgeordneter, begrüßte die Entscheidung. Er betonte, dass Ehrenamtliche Unterstützung verdienten – nicht zusätzliche Bürokratie. Geprüft wird derzeit auch, ob künftig Karnevalsumzüge und Schützenfestprozessionen in die Förderung einbezogen werden könnten.

Das Programm läuft bis Dezember 2027 und soll die finanzielle Belastung für kleine, gemeinwohlorientierte Veranstaltungen verringern. Vereine und Organisationen können damit Feste, Jubiläen und andere Zusammenkünfte ausrichten, ohne sich um Kosten für Musiklizenzen sorgen zu müssen. Das Land erhofft sich dadurch eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und eine Belebung des lokalen Gemeinschaftslebens.

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