Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und gefährlich
Felix HoffmannNouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und gefährlich
Omid Nouripour, Außenpolitiker der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Besonders die aktuelle Lage in der Straße von Hormus bezeichnet er als inakzeptabel eskaliert, wobei er der Bundesregierung Passivität vorwirft.
Die wiederholten Angriffe auf zivile Frachtschiffe dienen ihm als Beleg für Irans wachsende Aggression in der Region. Nouripour warnt, dass Teheran davon ausgehe, in möglichen Verhandlungen die stärkere Position zu besitzen. Diese Haltung müsse durch eine aktivere europäische Diplomatie ausgeglichen werden. Statt auf bloße Reaktionen zu warten, fordert er, dass die europäischen Staaten eigenständige Initiativen ergreifen – insbesondere diejenigen, die direkt von den Spannungen betroffen sind.
Gleichzeitig rät der Politiker davon ab, den Begriff Waffenruhe zu verwenden, da dieser die Situation verharmlosen könnte. Stattdessen plädiert er für eine konsequente Einbindung aller europäischen Partner in die Iran-Politik. Außenminister Johann Wadephul wirft Nouripour explizit Untätigkeit vor und verlangt ein entschiedeneres Vorgehen gegen die iranische Aggression. Mit seinen Forderungen zielt Nouripour darauf ab, Irans wahrgenommenen Verhandlungsvorteil zu schwächen. Eine koordinierte europäische Antwort soll die Stabilität in der Region stärken und weitere Eskalationen verhindern. Ob die Kritik zu konkreten politischen Schritten führt, bleibt jedoch abzuwarten.






