06 May 2026, 16:34

Mitte-Partei will Mehrwertsteuer erhöhen – für 31 Milliarden Franken Rüstungsfonds

Eine Europakarte, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 in Prozent mit entsprechendem Text anzeigt.

Mitte-Partei will Mehrwertsteuer erhöhen – für 31 Milliarden Franken Rüstungsfonds

Die Mitte-Partei in der Schweiz hat eine temporäre Erhöhung der Mehrwertsteuer vorgeschlagen, um die Militärausgaben zu finanzieren. Der Plan sieht vor, den Normalsatz für zehn Jahre um 0,8 Prozentpunkte anzuheben, wodurch schätzungsweise 31 Milliarden Schweizer Franken generiert werden sollen. Die Parteiführung argumentiert, dieser Schritt sei notwendig, um den wachsenden Sicherheitsbedenken zu begegnen.

Der Parteivorsitzende der Mitte, Philipp Matthias Bregy, unterstützt die Mehrwertsteuererhöhung als demokratische Lösung für die sich verschärfende Sicherheitslage der Schweiz. Er besteht darauf, dass die zusätzlichen Einnahmen in einen zweckgebundenen, schuldenfinanzierten Rüstungsfonds fließen sollen. Die Partei betont zudem, dass die Erhöhung sozial ausgewogen bleiben müsse – der ermäßigte Mehrwertsteuersatz und der Sondersatz sollen unverändert bleiben.

Gegen den Vorschlag regt sich von mehreren Seiten Widerstand. Linksgerichtete Parteien, darunter die Grünen und die SP, lehnen die Steuererhöhung für militärische Zwecke ab. Die Grünen verweisen auf die explodierenden Kosten des F-35-Kampfjet-Programms als zentralen Grund für ihre Haltung. Die SP hingegen argumentiert, dass mehr Sicherheit nicht zwingend zusätzliche Beschaffungsausgaben erfordere.

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Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP) und die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) befürworten zwar eine Aufstockung des Verteidigungsetats, lehnen aber die Mehrwertsteuererhöhung ab. Nur die Grünliberalen (GLP) haben die Pläne des Bundesrates nicht vollständig ausgeschlossen. Sie fordern jedoch eine gründliche Prüfung des tatsächlichen Finanzbedarfs, bevor eine Entscheidung fällt.

Der Vorschlag der Mitte-Partei würde die Mehrwertsteuer für ein Jahrzehnt um 0,8 Prozentpunkte erhöhen, um ein 31-Milliarden-Franken-Rüstungsprogramm zu finanzieren. Zwar unterstützen einige Parteien die Sicherheitsziele, doch bleibt die Finanzierungsmethode umstritten. Die Debatte dreht sich nun darum, ob die Steuererhöhung gerechtfertigt ist oder ob es alternative Lösungen gibt.

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