Microsoft schließt renommierte Studios wie Ninja Theory – trotz Preisen und neuen Spielen
Amelie FrankeMicrosoft schließt renommierte Studios wie Ninja Theory – trotz Preisen und neuen Spielen
Microsoft hat Pläne bekannt gegeben, mehrere Spielestudios zu schließen oder sich von ihnen zu trennen, darunter Ninja Theory und Compulsion Games. Die Entscheidung fällt trotz kürzlich vorgestellter, vielbeachteter Projekte und branchenweiter Anerkennung für einige dieser Teams.
Ninja Theory präsentierte erst knapp zwei Wochen vor Microsofts Ankündigung, sich vom Studio zu trennen, ein neues Senua-Spiel auf der Xbox-Präsentationsveranstaltung. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung soll laut Berichten gezielt gewählt worden sein, um vor der Schließung oder Trennung Investoren zu gewinnen. Branchenbeobachter bewerten Microsofts Vorgehen teils als impulsiv, teils als schonungslos strategisch.
Auch Compulsion Games, ein weiteres betroffenes Studio, wurde von Xbox-Chefin Asha Sharma für den Gewinn eines Peabody Awards gelobt – eine Auszeichnung, die das Studio erhielt, während gleichzeitig seine Schließung beschlossen wurde. CEO Satya Nadella begründete die Maßnahmen damit, dass die betroffenen Studios nicht genug Umsatz erwirtschafteten, um ihren Fortbestand zu rechtfertigen.
Von den Schließungen oder möglichen Abspaltungen sind auch Studios betroffen, die erst kürzlich neue Spiele angekündigt hatten. Microsoft konzentriert sich weiterhin auf Studios, die den finanziellen Erwartungen des Konzerns entsprechen. Die Vorgehensweise des Unternehmens hat eine Debatte über seine langfristige Strategie in der Spieleentwicklung ausgelöst.






