Mexikos Wahlreform scheitert an Streit über Verhältniswahl und Geld für Parteien
Amelie FrankeMexikos Wahlreform scheitert an Streit über Verhältniswahl und Geld für Parteien
Verhandlungen zur Wahlreform in Mexiko stecken in der Sackgasse
Die Gespräche über die Wahlreform in Mexiko sind nach der Ablehnung zentraler Punkte durch die nationale Vorsitzende von Morena ins Stocken geraten. Streitpunkte sind die Verhältniswahl und die Parteienfinanzierung. Verbündete Parteien warnen, dass ohne Zugeständnisse keine Einigung möglich sei. Die Verhandlungen brachen bei einem internen Treffen am 3. Februar zusammen und hinterließen den Prozess in der Schwebe.
Eine frühere Vereinbarung hatte 200 Sitze nach Verhältniswahlrecht in der Abgeordnetenkammer und 32 im Senat vorgesehen. Doch Luisa María Alcalde, die Morena-Vorsitzende, lehnte diesen Plan am 7. Februar öffentlich ab und forderte Änderungen. Zudem bestünde sie auf drastischere Kürzungen der Parteienfinanzierung, als zuvor diskutiert worden war.
Diese Haltung veranlasste Alberto Anaya, Carlos Puente und Manuel Velasco – Vertreter der verbündeten Parteien PT und Grüne – zum Verlassen der Verhandlungen. Ihre Parteien bestehen nun darauf, dass Morena die ursprünglichen Bedingungen akzeptieren muss, bevor die Gespräche fortgesetzt werden können.
Ein weiteres Treffen ist für diese Woche geplant, doch PT und Grüne haben klar gemacht, dass sie nicht nachgeben werden. Die Pattsituation lässt die Wahlreform blockiert zurück, während beide Seiten darauf warten, dass die andere den ersten Schritt macht.
Der Abbruch der Verhandlungen wirft die Zukunft der Wahlreform in Unsicherheit. Ohne Kompromiss bei den Verhältniswahlsitzen und der Finanzierung kann keine Einigung erzielt werden. Die Unterhändler kommen zwar in dieser Woche wieder zusammen, doch Fortschritte hängen von Morenas nächsten Schritten ab.






