Maharashtra kämpft um 254 Hektar Land vor Indiens Oberstem Gericht
Die Regierung des Bundesstaates Maharashtra will ihren langjährigen Rechtsstreit um 254,88 Hektar umstrittenes Land in Mira-Bhayander vor den Obersten Gerichtshof Indiens bringen. Mit einer Special Leave Petition (SLP) soll ein Urteil des High Court von Bombay angefochten werden, das das Gelände zwei privaten Bauunternehmen zugesprochen hatte.
Der Konflikt um das Land zieht sich bereits seit Jahrzehnten hin und reicht bis ins Jahr 1948 zurück. Nun sucht die Landesregierung dringend eine Intervention der höchsten juristischen Instanz, um die Kontrolle über das umstrittene Areal zurückzugewinnen. Der Streit um das Grundstück begann bereits 1948, als Steuerunterlagen laut Vorwürfen der Regierung ohne staatliche Genehmigung verändert worden sein sollen. 1958 wurde das Salt Department der indischen Zentralregierung als Eigentümer in den Akten eingetragen, da das Gebiet zunehmend für Salinen genutzt wurde. Doch 2002 ordnete der damalige Bezirksverwalter von Thane an, das gesamte Land in staatliches Eigentum zu überführen – eine Entscheidung, die später von den beiden Entwicklungsfirmen The Estate Investment und Mira Real Estate Developers angefochten wurde.
Im Jahr 2019 reichten die Unternehmen Klage gegen den Beschluss von 2002 ein. Das High Court von Bombay entschied schließlich am 30. April 2026 zugunsten der Baugesellschaften und übertrug ihnen die Kontrolle über das Land. Finanzminister Chandrashekhar Bawankule wirft den Firmen vor, durch Manipulation von Dokumenten versucht zu haben, öffentliches Land zu privatisieren. Die Landesregierung besteht darauf, dass das Gelände ‚zweifelsfrei‘ dem Staat gehöre.
Da alle Rechtsmittel auf Landesebene ausgeschöpft sind, plant die Regierung nun, den Fall vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Ziel ist es, das Urteil des High Courts zu kippen und die staatliche Hoheit über das Grundstück wiederherzustellen. Mit der Einreichung der Special Leave Petition setzt die Regierung von Maharashtra alles daran, die Entscheidung des High Court von Bombay zu revidieren. Sollte der Oberste Gerichtshof den Fall annehmen, könnte dies weitreichende Konsequenzen für die Eigentumsverhältnisse des umstrittenen Geländes haben – und möglicherweise eine jahrzehntelange juristische Auseinandersetzung beenden.
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