Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel und Tuning-Verdacht lösen Ermittlungen aus
Felix HoffmannLuxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel und Tuning-Verdacht lösen Ermittlungen aus
Luxusauto in Witten beschlagnahmt – Extremlärm und illegale Tuning-Verdächtigungen
In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug beschlagnahmt, nachdem es durch extrem hohe Lärmemissionen aufgefallen war. Das Auto, das in einer Halteverbotszone an der Holbeinstraße abgestellt war, erreichte bei einer Messung 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert von 82 dB. Gegen den Besitzer wurden nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Motorveränderungen eingeleitet.
Der extreme Motorenlärm hatte die Behörden auf den Plan gerufen, nachdem Anwohner die Störung gemeldet hatten. Der Besitzer argumentierte, der laute Sound stamme von der Biturbo-Ausstattung des Fahrzeugs. Die Ermittler vermuten jedoch, dass die Motorsteuerung mit leistungssteigernder Software manipuliert wurde.
Das Auto wurde sofort sichergestellt, und die Betriebserlaubnis wurde entzogen. Zwar ahndet das deutsche Recht den gemessenen Lärm an sich nicht direkt, doch drohen dem Fahrer Bußgelder, wenn laute Musik oder Motorenlärm das Gehör beeinträchtigen. Die Strafen reichen von 10 Euro bei geringfügigen Verstößen bis zu 280 bis 320 Euro, falls der Lärm andere gefährdet oder einen Unfall verursacht. In schweren Fällen sind ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg oder höhere Geldbußen möglich.
Aktuell läuft ein verwaltungsrechtliches Verfahren, um zu klären, ob die Veränderungen gegen verkehrsrechtliche Sicherheitsvorschriften verstoßen. Das Fahrzeug bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Behörden die Motorsoftware prüfen. Der Besitzer muss die Probleme mit der Zulassung beheben, bevor das Auto wieder auf die Straße darf. Weitere Sanktionen hängen davon ab, ob durch den Lärm konkrete Sicherheitsrisiken oder Verstöße entstanden sind.






