30 March 2026, 06:20

Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES mit KI-Power und 4,8 PetaFLOPS

Eine Reihe von Servern in einem gut beleuchteten, ordentlichen Rechenzentrum.

Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES mit KI-Power und 4,8 PetaFLOPS

Die Universität zu Köln hat RAMSES in Betrieb genommen, einen leistungsstarken neuen Hochleistungsrechner (HPC-Cluster), der das veraltete CHEOPS-System ersetzt. Die Anlage bietet fortschrittliche Möglichkeiten für die Forschung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Der Cluster verfügt zudem über zehn für KI optimierte Knoten, die jeweils mit AMD-Prozessoren und vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren ausgestattet sind. Diese GPU-Server nutzen indirekte Wasserkühlung, was die Effizienz steigert und die Energiekosten um bis zu 40 Prozent senkt.

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Die Speicherinfrastruktur des Systems basiert auf IBM Spectrum Scale und bietet 12 Petabyte HDD-Kapazität sowie einen 878 Terabyte großen SSD-Cache. Das Unternehmen Kaytus steuerte 140 wassergekühlte Knoten bei, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen wie Gromacs und NWChem konzipiert sind. Mit einer Spitzenleistung von 4,8 PetaFLOPS unterstützt RAMSES komplexe Arbeitslasten in den Bereichen Genomrekonstruktion, Krebsforschung, Quantenphysik und Astrophysik.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde die Sicherheit deutlich verbessert: Alle Daten werden in jeder Verarbeitungsphase verschlüsselt, und der Zugriff ist durch Mehr-Faktor-Authentifizierung geschützt.

Obwohl RAMSES moderne Kühlmethoden einsetzt, kommt ähnliche Technologie bereits seit etwa 2020 an der Universität Paderborn zum Einsatz. Dort nutzt der Otus-Supercomputer im PC²-Rechenzentrum die warmwasserbasierte Flüssigkeitskühlung von Lenovo Neptune.

RAMSES erweitert die Rechenkapazitäten der Universität bei gleichzeitig verbesserter Energieeffizienz und Sicherheit. Durch die spezialisierte KI-Partition und die Hochleistungs-Knoten ermöglicht der Cluster ein breites Spektrum an Forschungsanwendungen – von medizinischen Studien bis hin zur theoretischen Physik. Der Hochleistungsrechner steht nun für akademische und wissenschaftliche Projekte zur Verfügung.

Quelle