Klimakrise und Energiewende: Warum die Welt jetzt fossile Brennstoffe hinter sich lassen muss
Amelie FrankeKlimakrise und Energiewende: Warum die Welt jetzt fossile Brennstoffe hinter sich lassen muss
Die globalen Energiesysteme geraten zunehmend in den Fokus der Kritik, da die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen Verwundbarkeiten schafft. Fast 200 Länder stehen vor der Herausforderung, den Energiebedarf zu decken und gleichzeitig ihre Klimazusagen einzuhalten, um die Erderwärmung zu begrenzen.
Die jüngsten Preisschocks bei Energie haben die politische Debatte in Richtung erneuerbarer Energien als Weg zur Unabhängigkeit gelenkt. Der UN-Klimachef Simon Stiell wies darauf hin, dass Konflikte eine Kostenkrise bei fossilen Brennstoffen ausgelöst hätten, die weltweit Volkswirtschaften belaste. Gleichzeitig habe der Konflikt die Abhängigkeit der Welt von Öl und Gas offenbart und dringende Forderungen nach einem Umstieg auf saubere Energiequellen laut werden lassen.
Bei den Verhandlungen in Bonn bereiten die Delegierten derzeit die Agenda für den Klimagipfel (COP) 2026 in der Türkei vor. Afrikanische Verhandler betonen, dass viele Entwicklungsländer nach wie vor auf fossile Brennstoffe für ihre Energieversorgung und Einnahmen angewiesen seien. Der Klimagipfel des vergangenen Jahres in Brasilien endete ohne einen klaren Fahrplan für den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.
Als Reaktion darauf haben rund 60 Länder in Kolumbien eine Initiative gestartet, um sich von fossilen Brennstoffen zu lösen. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt, dass die Abhängigkeit von Lieferketten fossiler Brennstoffe Energiesysteme anfällig für Störungen mache.
Der Druck in Richtung energetischer Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien nimmt zu. Eine fortgesetzte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen birgt das Risiko, Inflation und wirtschaftliche Instabilität zu importieren. Der anstehende COP-Gipfel wird sich dieser Herausforderungen annehmen und konkrete Lösungsansätze vorlegen müssen.






