Immer mehr Städte in NRW streichen Hundesteuer für Senioren-Hunde aus dem Tierheim
Felix HoffmannImmer mehr Städte in NRW streichen Hundesteuer für Senioren-Hunde aus dem Tierheim
Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen schaffen die Hundesteuer für ältere Tiere aus dem Tierheim ab. Mit der Maßnahme soll Senioren-Hunden die Vermittlung erleichtert werden, da sie aufgrund von Alter und gesundheitlichen Problemen oft schlechtere Chancen auf ein neues Zuhause haben. Troisdorf und Eitorf haben die Steuerbefreiung nun dauerhaft für Hunde ab acht Jahren eingeführt.
Den Anfang machte 2021 Gronau als erste Stadt, die die Steuer für adoptierte Senioren-Hunde erließ. Troisdorf gewährte zunächst eine dreijährige Befreiung, hat diese nun aber unbegrenzt verlängert. Mittlerweile haben sowohl Troisdorf als auch das benachbarte Eitorf die Abgabe für ältere Tierheimhunde komplett gestrichen.
Eitorf geht noch einen Schritt weiter und verzichtet zudem auf verpflichtende Wesenstests für gelistete Rassen – selbst bei als gefährlich eingestuften Hunden. Damit entfällt eine weitere Hürde für potenzielle Halter. Angesichts der positiven Erfahrungen in Gronau und Troisdorf prüfen nun auch die Kommunen in Aachen, Heinsberg und Coesfeld ähnliche Regelungen.
Ralf Berensmeier, Kreisdirektor und Sozialdezernent, hofft, dass der Steuerverzicht mehr Menschen dazu bewegt, einem älteren Hund ein Zuhause zu geben. Die politische Kehrtwende zeigt ein wachsendes Bewusstsein für die Schwierigkeiten, mit denen diese Tiere bei der Vermittlung konfrontiert sind.
Die dauerhafte Steuerbefreiung in Troisdorf und Eitorf beseitigt finanzielle Hindernisse für Interessenten. Immer mehr Städte ziehen nach und erwägen ähnliche Maßnahmen, was die Vermittlungschancen für Senioren-Hunde aus dem Tierheim deutlich verbessern könnte. Gleichzeitig vereinfachen die Änderungen das Procedere für Rassen, die bisher strengen Auflagen unterlagen.






