Ig-Nobelpreise verlassen die USA – politische Bedenken zwingen zur Verlegung
Felix HoffmannIg-Nobelpreise verlassen die USA – politische Bedenken zwingen zur Verlegung
Die Ig-Nobelpreise, bekannt für die Würdigung skurriler wissenschaftlicher Forschung, werden ihre jährliche Gala nicht mehr in den USA abhalten. Die Veranstaltung, berühmt für ihre Mischung aus Komik und Neugierde, steht vor einer unerwarteten Veränderung – aus Sicherheitsbedenken. Die Organisatoren führen die aktuelle politische Lage als Grund für den Umzug an.
Jedes Jahr ehren die Ig-Nobelpreise ungewöhnliche Studien, die die Menschen zunächst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen. Die Auszeichnungen werden vom Journal für unwahrscheinliche Forschung (Annals of Improbable Research) vergeben, einer Zeitschrift, die sich der kuriosen Wissenschaft widmet. Der Name spielt mit dem deutschen Wort "ignobel" – also "unehrenhaft" – und spiegelt so den spielerischen Charakter des Preises wider.
Die Gala ist traditionell eine heitere Angelegenheit, voller Witze und theatralischer Darbietungen. Doch in diesem Jahr kündigte Marc Abrahams, Gründer und Moderator der Veranstaltung, eine Veränderung an. Er erklärte, es sei nicht mehr verantwortbar, Preisträger und internationale Journalisten in die USA einzuladen.
In einer Stellungnahme betonte Abrahams, er könne es "mit gutem Gewissen nicht länger verlangen, dass Gäste unter den aktuellen Bedingungen anreisen". Die Entscheidung folgt wachsenden Sorgen über das politische Klima im Land.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte finden die Ig-Nobelpreise nun außerhalb der USA statt. Der Wechsel zeigt, wie selbst die ungewöhnlichsten Veranstaltungen von übergeordneten politischen Entwicklungen betroffen sein können. Einen neuen Austragungsort für die Zeremonie haben die Organisatoren bisher noch nicht bekannt gegeben.






