Georg Baselitz – der Neoexpressionist und Revoluzzer der Kunst ist tot
Georg Baselitz, einer der einflussreichsten Maler der Nachkriegszeit, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Berühmt für seine kühnen, auf den Kopf gestellten Kompositionen, prägte er maßgeblich die neoexpressionistische Bewegung. Zu seinen jüngsten Projekten zählten eine neue Ausstellung in Salzburg sowie eine bevorstehende Schau in Venedig.
Baselitz erlangte Bekanntheit, indem er seine Motive umkehrte und die Betrachter so zwang, sich auf das Gemälde selbst statt auf das abgebildete Sujet zu konzentrieren. Sein Ansatz veränderte die moderne Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig. Obwohl sein Werk längst international gefeiert wurde, nahm er erst 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft an.
Noch in diesem Jahr eröffnete er eine Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg und stiftete dem Haus eines seiner Werke für die Sammlung. Für nächste Woche war die Eröffnung einer weiteren Schau in Venedig geplant – im Rahmen der renommierten Biennale-Veranstaltungen der Stadt.
Seine Karriere umfasste Jahrzehnte, geprägt von einem Stil mit oft roher, emotionaler Pinselführung. Sowohl Kritiker als auch Sammler sahen in ihm eine prägende Stimme der zeitgenössischen Malerei.
Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Kunst. Seine letzten Ausstellungen in Salzburg und Venedig markieren das Ende einer Ära für den Neoexpressionismus. Weltweit zeigen Galerien und Museen weiterhin seine unverwechselbaren, invertierten Werke.






