Erster globaler Bericht warnt: Jede fünfte wandernde Tierart ist vom Aussterben bedroht
Felix HoffmannErster globaler Bericht warnt: Jede fünfte wandernde Tierart ist vom Aussterben bedroht
Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht
Der erste jemals erschienene Bericht "Zur Lage der wandernden Tierarten" wurde veröffentlicht. Er untersucht 1.189 Tierarten, die durch das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS) geschützt sind. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Tiere durch menschliche Aktivitäten und Umweltbelastungen zunehmend bedroht sind.
Laut dem Bericht sind 22 % der CMS-gelisteten Arten vom Aussterben bedroht. Weitere 44 % verzeichnen schrumpfende Bestände. Unnachhaltiges menschliches Handeln – etwa Übernutzung und Lebensraumzerstörung – bleibt die größte Gefahr.
Auch Klimawandel, Verschmutzung und invasive Arten schaden wandernden Tieren. Darüber hinaus sind 399 weitere wandernde Arten gefährdet, stehen jedoch nicht unter formalem Schutz.
Trotz der Herausforderungen gibt es Erfolge im Artenschutz: In Zypern ging die illegale Vogelfangpraxis zurück, und die Saiga-Antilope in Kasachstan erholte sich dank gezielter Schutzmaßnahmen.
Wandernde Tierarten stützen Ökosysteme und bieten dem Menschen essenzielle Vorteile. Ihr Rückgang könnte Nahrungsketten, Nährstoffkreisläufe und die natürliche Schädlingsbekämpfung stören.
Der Bericht unterstreicht den dringenden Bedarf an stärkeren Artenschutzpolitiken. Ohne Maßnahmen könnten weitere wandernde Arten verschwinden. Erfolgreiche Projekte wie in Zypern und Kasachstan zeigen jedoch, dass Erholung mit den richtigen Strategien möglich ist.






