Einstiegsqualifizierung: Praktische Berufserfahrung mit Bezahlung sammeln
Felix HoffmannEinstiegsqualifizierung: Praktische Berufserfahrung mit Bezahlung sammeln
Junge Menschen in Deutschland können nun praktische Berufserfahrung im Einstiegsqualifizierungsprogramm (EQ) sammeln. Das von der Bundesagentur für Arbeit getragene Programm bereitet sie auf eine spätere Ausbildung vor und bietet bezahlte Praktika von bis zu einem Jahr in anerkannten Ausbildungsberufen an.
Das EQ ermöglicht es Teilnehmenden, Berufe strukturiert kennenzulernen, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden. Das Programm startet jährlich am 1. Oktober, in manchen Fällen bereits ab dem 1. August. Es basiert auf einem vertraglichen Verhältnis zwischen Praktikant:in und Betrieb, was beiden Seiten Planungssicherheit gibt.
Während des Praktikums, das zwischen vier und zwölf Monate dauert, erhalten die Teilnehmenden eine Vergütung. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein Zertifikat ausgestellt, das sich positiv auf spätere Bewerbungen um Ausbildungsplätze auswirken kann. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die EQ-Zeit sogar auf die spätere Ausbildungsdauer angerechnet werden.
Für zusätzliche Unterstützung lässt sich das Programm mit der Assistierten Ausbildung (AsA) kombinieren, die eine individuelle Begleitung während der Berufsausbildung bietet. Nathalie Schöndorf, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, betont die Vorteile des EQ sowohl für junge Menschen als auch für Unternehmen.
Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit berät umfassend zu EQ und AsA. Aktuelle Teilnehmerzahlen für 2023 liegen jedoch noch nicht vor.
Die Einstiegsqualifizierung eröffnet Jugendlichen einen praxisnahen Einstieg in die Ausbildung – mit der Möglichkeit, gleichzeitig Geld zu verdienen. Betriebe profitieren von motivierten Nachwuchskräften, die bereits mit den Arbeitsabläufen vertraut sind. Das Programm etabliert sich zunehmend als Brücke zwischen Schule und Berufsleben.






