Ehemaliges Finanzamt wird zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße wiedereröffnet
Felix HoffmannEhemaliges Finanzamt wird zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße wiedereröffnet
Ein ehemaliges Finanzamt in der Goedelerstraße wird am 1. Dezember als Unterkunft für Geflüchtete wiedereröffnet. Die Einrichtung beherbergte bereits während der Migrationswelle 2016/2017 Geflüchtete und kann nun bei Bedarf bis zu 145 Menschen aufnehmen. Da die Nachfrage steigt, bereitet die Stadtverwaltung zudem weitere Unterbringungsmöglichkeiten vor.
Allein in diesem Jahr hat die Stadt für rund 800 Geflüchtete private Wohnungen organisiert. Zusätzlich stehen Plätze in Übergangsunterkünften, angemieteten Handwerkerwohnungen und einem örtlichen Hotel zur Verfügung. Mit diesen Maßnahmen erhöht sich die Gesamtzahl der kommunalen Unterbringungsplätze auf etwa 1.330.
Trotz des Vorrangs für wohnungsähnliche Unterkünfte könnten jedoch weiterhin große Gemeinschaftsunterkünfte oder Notlösungen wie Turnhallen erforderlich sein. Sozialdezernent Jan Welzel räumte ein, dass solche Optionen derzeit noch nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Die Behörden werden die Lage in der Ukraine und anderen betroffenen Regionen in den kommenden Wochen und Monaten weiter beobachten. Ziel bleibt es, angemessenen Wohnraum bereitzustellen und sich gleichzeitig an veränderte Gegebenheiten anzupassen.
Die Wiedereröffnung der Einrichtung in der Goedelerstraße markiert einen wichtigen Schritt bei der Erweiterung der Unterbringungskapazitäten für Geflüchtete. Durch die Kombination von privaten Wohnungen und kommunalen Plätzen bietet die Stadt nun über 1.300 Unterbringungsmöglichkeiten an. Die Verantwortlichen werden den Bedarf weiterhin prüfen und die Pläne bei Bedarf anpassen.






