16 April 2026, 02:17

Deutschlands Quantencomputer-Projekt QSolid erreicht ersten Meilenstein mit 10-Qubit-Prototyp

Ein mobiles Display mit einem Bild eines Gehirns und der Frage "Denken Elektronen?" im Zusammenhang mit der Quantenphysik.

Deutschlands Quantencomputer-Projekt QSolid erreicht ersten Meilenstein mit 10-Qubit-Prototyp

Deutsches Großprojekt treibt Bau eines heimischen Quantencomputers voran

Das von Deutschland geführte Vorhaben QSolid macht bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung eines vollständig inländisch produzierten Quantencomputers. Mit einer Förderung von 76,3 Millionen Euro durch den Bund zielt die Initiative darauf ab, ein System mit supraleitenden Quantenchips zu schaffen, das die Fehlerraten drastisch reduziert. Nun haben die Forscher einen wichtigen Meilenstein erreicht: die Inbetriebnahme eines 10-Qubit-Prototyps für Praxistests.

An QSolid sind 25 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus ganz Deutschland beteiligt. Ihr Ziel ist die Kommerzialisierung eines Quantencomputers, der komplett in Deutschland entwickelt und gebaut wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für das Projekt die genannten 76,3 Millionen Euro bereit.

Im Mittelpunkt steht das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS), das angewandte Forschung für Branchen wie Fertigungstechnik, Medizin und Mobilität betreibt. Sein Center for Nanoelectronic Technologies (CNT) arbeitet mit 300-Millimeter-Wafern und unterstützt Halbleiterhersteller, Zulieferer und Forschungspartner. Für QSolid konzentriert sich das Team auf supraleitende Quantenschaltkreise, die deutlich geringere Fehlerraten als aktuelle Systeme erreichen sollen.

Eine der größten technischen Herausforderungen besteht darin, CMOS-Steuerlogik direkt in die Quantum Processing Unit (QPU) zu integrieren. Dieser Ansatz würde die komplexe Verkabelung und die zahlreichen Verbindungen vereinfachen, die Quantencomputer oft verlangsamen. Bis zum Projektende im Dezember 2026 plant das Team, 30 Qubits mit vollständiger Fehlerkorrektur zu steuern.

Der erste große Teststand – ein 10-Qubit-Prototyp – ist nun einsatzbereit. Dieses Demonstrationssystem wird für Anwendungen genutzt und seine Leistung an industriellen Standards gemessen. Sobald das System voll entwickelt ist, steht es externen Nutzern über die Jülicher Unified Infrastructure for Quantum Computing (JUNIQ) zur Verfügung.

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QSolid stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einem in Deutschland gebauten Quantencomputer mit höherer Zuverlässigkeit dar. Mit dem nun getesteten 10-Qubit-Prototypen arbeitet das Konsortium auf ein 30-Qubit-System bis Ende 2026 hin. Der finale Demonstrator soll Forschern und Industriepartnern über JUNIQ zugänglich gemacht werden und so den breiteren Zugang zu Quantencomputing-Ressourcen fördern.

Quelle